Bankroll Management bei MTTs & SNGs: Wie hoch ist der Pot am Ende?

Um möglichst lange im Game zu bleiben und sogar die großen Pots beim Pokerspiel abzuräumen, ist ein optimales Bankroll Management unerlässlich. Wie viel Geld befindet sich im Umlauf? Welche Gewinne winken und wie viel Restbudget bleibt bis zum Bankrott? Dieser und andere Fragen sollten sich die Spieler stets genauso akribisch beantworten, wie sie eine gute Pokerstrategie verfolgen. Wo die Unterschiede beim Bankroll Management der verschiedenen Turniere liegen und was es hierbei zu beachten gibt, zeigt die Übersicht.

Bankroll Management in der Übersicht:
  • Wichtig, um Bankrott zu vermeiden

  • BRM vom Spielertyp und der Turniervariante abhängig

  • Bei MMTs & SNGs muss BRM vorsichtiger sein

  • Spekulative und reale Rendite gehört zum BRM für PokerStars

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Bankroll Management: Kalkulieren ist die halbe Miete für den Pot

Ein solides Bankroll Management bei PartyPoker und anderen Anbietern ist vergleichbar mit der erfolgreichen Führung eines Unternehmens. Hier stehen sich in beiden Fällen Kapital und Rendite gemeinsam mit dem Risiko gegenüber. Die Pokerturniere sind dabei als neue Geschäftsanlage zu sehen. Aus ihnen versprechen sich die Pokerspieler eine Rendite. Diese kann, wenn das Risiko einkalkuliert wird, sogar berechnet werden. Das eigene Kapital steht als wichtiger Entscheidungsfaktor immer Mittelpunkt. Umgangssprachlich wird es als „Bankroll“ bezeichnet. Ziel bei jedem Turnier muss es sein, dass der Spieler nicht bankrottgeht, sondern möglichst lang liquide bleibt. Nur so hat er Chancen, am Ende die am höchsten dotiertesten Pots zu gewinnen und sein Bankroll zu steigern.

Bankroll Management für MTTs & SNGs

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Welche Unterschiede gibt es zwischen spekulativer und tatsächlicher Rendite?

Die Rendite ist die wichtigste Bemessungsgröße, wenn es um die Entscheidung für einen erfolgreichen oder einen weniger erfolgreichen Pokerspieler geht. Unterschieden werden die spekulative und die tatsächliche Rendite. Die tatsächliche Rendite zeigt sich erst nach den Pokerturnieren. Im Nachgang können die Spieler sehen, welche Turniere sie erfolgreich für sich entschieden haben und welche Gewinnsummen hierbei erzielt worden. Bereits im Vorfeld eines Turnieres ist es sinnvoll, sich mit der spekulativen Rendite zu befassen. Hier werden die Chancen abgewogen, wie wahrscheinlich der Gewinn des Pots oder anderer Geldbeträge ist. Einbezogen werden bei diesen Überlegungen nicht nur die Mitspieler, sondern zusätzlich die eigene Tagesform. Da gerade letztere variieren kann, sind die spekulativen Renditen lediglich vage Vermutungen und Einrichtungsanzeige. Dennoch ist die Spekulation im Vorfeld wichtig, um die eigenen Chancen realistisch zu betrachten und so eventuell Einsätze zu minimieren, um das Verlustrisiko möglichst gering zu halten.

Einflussfaktoren für das Bankroll Management: Rendite und Turnierform

Das Management des eigenen Geldes wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Neben der Rendite zählen die Turniere, die sich gut im Online Poker Vergleich gegenüberstellen lassen. Gerade bei Letzteren geht es nicht nur um die Turnierform, sondern auch um das Teilnehmerfeld. Wie der Einfluss auf das Bankroll Management zu bewerten ist, zeigt die nachfolgende Übersicht.

Bankroll Management wird durch Rendite beeinflusst

Oberstes Ziel beim Bankroll Management ist es, dass bei jedem Turnier der eigene Bankrott vermieden wird. Daher sollten die Spieler bereits im Vorfeld ihre mögliche Rendite abschätzen. Fällt ihre Bewertung nicht positiv aus, ist es in manchen Fällen sinnvoll, den Einsatz beim Turnier zu reduzieren oder gar nicht erst anzutreten. Umso positiver die spekulative Rendite ausfällt, desto unwahrscheinlicher ist der Bankrott eines Spielers. Wenn ein Spieler beispielsweise in den letzten Turnieren lediglich Renditen im einstelligen Prozentbereich erzielt hat, muss er für die Teilnahme am nächsten Turnier eine deutlich höhere Summe Eigenkapital zur Verfügung stellen. Weniger wird es hingegen, wenn die Renditen der letzten Turniere im 2-stelligen prozentualen Bereich lagen. Als generelle Empfehlung gilt: Mittelklasse Pokerspieler sollten Renditen um 10 Prozent aufweisen, die gesamte Pokerzeit über und in jedem Pokerraum. Dann können sie auf längere Sicht erfolgreich an Turnieren teilnehmen, ohne dabei ihr Bankroll übermäßig zu strapazieren oder sogar einen Bankrott zu erleiden.

Hilfestellung zum Bankroll Management

PartyPoker gibt Tipps zum Bankroll

Turniere als Entscheidungskriterium für Geld Management

Vor allem das bevorstehende Turnier hat einen großen Einfluss auf das Management des eigenen Geldes. Hierbei steht nicht nur die Variante des Turniers, sondern auch das Teilnehmerfeld im Fokus. Weist ein Turnier eine geringe Auszahlungsstruktur auf, gibt es deutlich mehr Plätze, die einen Gewinn erzielen können. Das eigene Kapital für den Einsatz wird damit deutlich geringer ebenso, wie das Verlustrisiko. Bei den MTTs gilt das allerdings nicht so. Hier sind meist 500 Spieler und mehr zugegen, sodass die Gewinnchancen deutlich geringer sind. Dafür steigt allerdings das Verlustrisiko. Für das eigene Bankroll Management in der Online Poker App bedeutet das in Zahlen ausgedrückt an einem Beispiel: Bei den MMTs liegt die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit, um ins Geld zu kommen, bei 10 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit bei einem MMT im Finale den Pot abzuräumen liegt zwischen 1 und 2 Prozent. Das ist im Vergleich zu anderen Turnierarten deutlich negativer für das eigene Bankroll.

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Sample Size: Bei unklugem Bankroll Management droht Bankrott

Einige Pokerspieler denken, je mehr Spiele sie spielen, desto mehr Gewinne können Sie erzielen. Doch hier liegt der Irrglaube vor. Je mehr Spiele gespielt werden, desto höher ist das Verlustrisiko. Verfügt der Pokerspieler über ein Bankroll von 30 und spielt damit beispielsweise ein SNG mit 10 Buy-Ins, ist das Risiko für einen Totalbankrott innerhalb von 10 Spielen gleich 0. Schließlich haben die Pokerspieler hier noch immer gut 2 Drittel ihres Kapitals in der Hinterhand. Werden allerdings 2.000 Spiele bei dem SNG bestritten, beträgt das Risiko über 97 Prozent. Der spekulative Gewinn beläuft sich auf 5 Prozent. Anhand einer Tabelle lassen sich die Wahrscheinlichkeiten für ein Bankrott im SNG gut darstellen. Die Zahlen beruhen auf errechneten Wahrscheinlichkeiten für Pokerspieler bei einer Rendite von 5 Prozent.

Down von 100 Spiele 500 Spiele 2.000 Spiele
+ 20 BI 25,1 Prozent 89,4 Prozent 99,99 Prozent
+ 30 BI 4,5 Prozent 54,1 Prozent 97,2 Prozent
+ 40 BI 0,5 Prozent 26,7 Prozent 80,3 Prozent
+ 50 BI 0 Prozent 12,0 Prozent 55,9 Prozent
+ 75 BI 0 Prozent 1,2 Prozent 16,7 Prozent
+ 100 BI 0 Prozent 0,06 Prozent 4,3 Prozent

 

Das Bankroll Management bestimmt den eigenen Turnierverlauf. Handelt der Spieler unklug und fährt seinen Stack gen Null, kann er trotz guter Spielweise aus dem Turnier ausscheiden und die Verluste aus eigener Kraft nicht ausgleichen.

Optionen für das Bankroll Management

Für das eigene Kapitalmanagement gibt es verschiedene Varianten. Abhängig sind sie von der eigenen Risikobereitschaft. Einige Spieler bevorzugen das konservative Einsetzen, andere wiederum das aggressive Verhalten. Es gibt Pokerspieler, die einen ausgewogenen Mittelweg wählen. Je nachdem, wie das eigene Verhalten zu bewerten ist, gestalten sich die Limits. Bei der konservativen Strategie gibt es viele Buy-Ins. Die aggressive Strategie zeichnet sich durch sehr wenige Buy-Ins aus.

Konservative Bankroll Management Strategie

Bei dieser Variante werden die Verlustrisiken minimiert. Vorübergehende Verluste werden mit der konservativen Strategie leichter zu verschmerzen sein. Erhöhte Sicherheit wird dadurch gewonnen, dass die Pokerspieler über einen längeren Zeitraum auf einem ausgeglichenen Limit spielen. Das hat einen weiteren Vorteil, denn so können die Spieler ihre Gegner besser analysieren, denn sie sind mit ihnen länger im Spiel. Renditechancen werden durch das vorsichtige Bankroll Management zusätzlich erhöht. Nachteilig bei der konservativen Strategie ist allerdings, dass es längere Zeit benötigt, um einen möglichst hohen Gewinn in den Poker Apps zu erzielen. Bei dieser Variante ist Ausdauer gefragt.

Aggressives Bankroll Management

Wer die aggressive Strategie wählt, kann besonders schnell in höhere Gewinnregionen aufsteigen. Allerdings ist das nur für gute Pokerspieler empfehlenswert. Die Chance, den Pot zu knacken, ist damit deutlich höher. Allerdings gehen mit dieser aggressiven Spielweise hohe Verlustrisiken einher. Auch der psychische Druck nimmt deutlich zu. Zeitgleich droht der Bankrott, da nur wenig Bankroll in der Hinterhand ist.

Spielweisen und die Auswirkungen auf das Bankroll Management

Eine klare Empfehlung, welche Art von Bankroll Management bei den jeweiligen Turnieren gespielt werden soll, gibt es pauschal nicht. Jeder Spieler sollte selbst entscheiden und genau abwägen, welche Renditen er erzielen möchte und auch kann. Demgegenüber sollten stets realistische Angaben zum eigenen Bankroll gegenüberstehen. Wie sich die Spielweise auf die einzelnen Turniere auswirken kann, zeigt die folgende Übersicht.

Bankroll Management Empfehlung SNG

(Buy-Ins nötig)

MTT (Buy-Ins nötig) 18er SNG (Buy-Ins nötig) 45er SNG (Buy-Ins nötig) DoN (Buy-Ins nötig) Heads-Up (Buy-Ins nötig)
äußerst konstant 150 250 175 200 75 75
konstant 100 200 125 150 50 50
mittel 75 150 85 100 40 40
aggressiv 50 100 60 75 30 30
äußerst aggressiv 30 75 40 50 20 20

Empfehlungen für BRM in einzelnen Pokerspielen

Bankroll Management ist immer ein Erfahrungswert und hängt stark vom jeweiligen Spiele ab. Dennoch gibt es aufgrund verschiedener Spiel Historien und Analysen von Turnieren Empfehlungen für ein solides BRM. Die Buy-Ins sind für die verschiedenen Poker-Varianten unterschiedlich. Bei 5 Euro MTTs sollten die Spieler ein minimalen Bankroll von 500 Euro haben.

Spiele im Casino Minimum (Buy-Ins) Maximum (Buy-Ins)
No-Limit Hold’em 30 100
No-Limit Hold’em (full) 25 75
Pot-Limit Omaha 50 150
Pot-Limit Omaha (full) 30 100
No-Limit Hold’em, 9 Spieler SNGs 30 100
No-Limit Hold’em, 45 Spieler SNGs 50 150
No-Limit Hold’em, 180 Spieler, SNGs 100 500
No-Limit Hold’em, Multi-Table Turnier 100 500

 

Fazit: Bankroll Management entscheidet über Turniersieg

Das Bankroll Management trägt einen entscheidenden Teil dazu bei, wie hoch die vermeintlichen Pokergewinne ausfallen können. Vor allem für Anfänger ist es wichtig, dass sie ein solides Management für ihre Ressourcen betreiben, um den Totalverlust zu vermeiden. Die erwarteten Renditen spielen gleichfalls eine entscheidende Rolle bei der nötigen Bankroll Strategie. Spieler, die eine besonders hohe spekulative Rendite aufweisen, können meist deutlich aggressiver setzen. Bei den MMTs und SNGs ist es wichtig, dass der eigene Bankroll möglichst abgesichert ist. Spieler, die hier zu aggressiv auftreten, können schnell ihren gesamten Einsatz und die Reserven verlieren. Welche Bankroll Strategie jeder einzelne Pokerspiele für sich anwendet, muss individuell entschieden werden. Abhängig ist sie von dem eigenen Kapital, der Turniervariante und dem individuellen Poker Typ.

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