Deal in Turnieren: „No Deal“ oder „Deal“ – das ist hier die Frage

Wenn die Teilnehmer eines Pokerturniers am Finaltisch von PokerStars und Co. sitzen, kommt die Frage „Deal“? Nun prüft der Croupier ab, zu welchen Konditionen der Spieler bereit wäre, das Turnier vorzeitig zu beenden. Hierfür gibt es verschiedene Methoden: Independent Chip Model und Chip Counting. Entscheidend für einen Deal sind die Gesamtwertungen und die Rangliste des jeweiligen Pokerspielers. Die Anzahl der Chips kann ebenfalls einen großen Einfluss darauf nehmen. Wie werden Deals ausgehandelt und wann sind sie lukrativ? Hier gibt es Aufschluss darüber.

Turnierdeals in der Übersicht:
  • Alle Spieler müssen dem Deal zustimmen

  • Chipleader legt Deal-Struktur und Auszahlung fest

  • Deals im Game sind für fast alle Spieler lukrativ

  • Zahlreiche Casinos offerieren Deals

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Worauf solltest Du achten, damit Du nicht benachteiligt wirst?

Der Poker Vergleich zeigt ganz klar: Das Gros der Deals wird basierend auf dem Chipzählen angeboten. Spieler, die gerne Deals in Turnieren aushandeln und vor allem die Chipleader profitieren bei solchen Angeboten besonders. Zwar geht der zweite Platz in der Regel nicht leer aus, er erhält allerdings deutlich weniger, als der erstplatzierte. Grundsätzlich ist festzustellen, dass die finalen Gewinner immer noch weniger als die vorherigen Chipleader haben. Wird der Deal angenommen, wird die Partie dennoch zu Ende gespielt. Hier geht es allerdings nur um die Summe, die noch im Pot für den eigentlichen Gewinner liegt. Gerade bei längeren Pokerpartien und kräftezehrenden Turnieren entschließen sich viele Spieler dazu, einen Deal anzunehmen. Entscheidend für das Angebot ist der eigene Chip-Stand zum Zeitpunkt der Deal Anfrage.

Deal ohne Chipcount: Wird meist nicht angenommen

Zwar werden die Deals ohne Chipcount noch immer von den Croupiers ausgesprochen, aber in den seltensten Fällen angenommen. Grund hierfür ist, dass diese Methode für alle Spieler nachteilig ist und so hohe Verluste entstehen. Rein mathematisch und wirtschaftlich macht die Annahme solch eines Deals daher keinen Sinn.

Machen Deals überhaupt Sinn?

Viele Pokerspieler stellen sich die Frage, ob Deals im Allgemeinen sinnvoll sind oder nicht. Eine pauschale Antwort gibt es hierauf nicht. Allerdings lässt sich die Fragestellung mathematisch beantworten. Wie gestaltet sich seine Gewinnentwicklung langfristig? Jeder Pokerspieler, dem ein Deal angeboten wird, berechnet zum Zeitpunkt der Anfrage seine Chancen auf den Gewinn des Pots. Zudem wird das Risiko einkalkuliert.

Deals in Turnieren aushandeln

Bei 888Poker in vielen Turnieren Deals aushandelbar

Ob ein Spieler den Deal annimmt oder nicht, hängt entscheidend von den Ergebnissen seiner Kalkulation ab. Wird der Deal angenommen, ist der Reiz der Finalrunde mit sofortiger Wirkung beendet. Zwar wird sie noch zu Ende gespielt, allerdings geht es hierbei nicht mehr um den Sieger, sondern lediglich um die restliche Summe im Pot, die für den eigentlichen Gewinner vorgesehen war. Wichtig ist zu beachten, dass nicht derjenige, der den Deal annimmt, auch zwangsläufig der Gewinner des Turniers sein muss. Die Deals werden völlig unabhängig vom eigentlichen Turnierausgang betrachtet. Wer sich seinen Gewinn sichern und seine Verluste minimieren möchte, ist daher rein wirtschaftlich gut beraten, einen lukrativen Deal anzunehmen.

Chip Chop Deal an einem Beispiel

Der Chip Chop Deal beruht auf den Chips. Sie werden prozentuell auf den Preisgeldpool verteilt. Generell sind die Chip Chop Deals und andere Deal-Arten bei allen Buy-Turnieren möglich. Wird der Deal einem Spieler angeboten, kann das wie folgt aussehen:

Es sind 4 Spieler am Tisch und insgesamt geht es um eine Chipsumme von 5 Millionen. Der verbleibende Gesamtgewinn wird auf 530.000 Euro beziffert. Das Casino möchte einen Deal mit den folgenden Zuteilungen schließen:

Spieler 1: 2 Millionen Chips
Spieler 2: 1,5 Millionen Chips
Spieler 3: 1 Million Chips
Spieler 4: 0,5 Millionen Chips

Stimmen alle Spieler dem Chip Chop Deal zu, erhalten sie die folgende Zuteilung:

Spieler 1: 200.000 Euro
Spieler 2:  150. 000 Euro
Spieler 3: 100. 000 Euro
Spieler 4: 50.000 Euro

Wichtig zu wissen ist, dass der geltende Wert im Preisgeldpool bei einem Deal nicht unterboten werden darf. Im Poker Casino Online kann somit viel Geld gewonnen werden.

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Berechnung des Deals: Automatisierte Rechnung im Handumdrehen

Es gibt verschiedene Rechner, welche die Summen beim Deal automatisch auswerfen. Allerdings sei hier gesagt, dass diese Summe nicht identisch mit der Anzahl der Chips ist.

Befinden sich 3 Spieler am Finaltisch und sind insgesamt 100.000 Chips im Turnier, gestaltet sich die Aufteilung so:

  • Spieler 1: 50.000 Chips
  • Spieler 2: 30.000 Chips
  • Spieler 3: 20.000 Chips

Die Auszahlungen für die Plätze sind in

  • 100.000 Euro für Platz 1
  • 50.000 Euro für Platz 2
  • 10.000 Euro für Platz 3 gegliedert.

Werden diese Werte in einen ICE-Dir-Rechner eingetragen, erfolgen diese Ergebnisse:

  • Spieler 1: 68.571 Euro – Anteil Preisgeld: 42,9 Prozent
  • Spieler 2: 52.000 Euro – Anteil Preisgeld: 32,5 Prozent
  • Spieler 3: 39.429 Euro – Anteil Preisgeld: 42,9 Prozent

Hier wird klar, dass die Werte nicht mit den klassischen Auszahlungen übereinstimmen. Allerdings zieht das Casino bei einem Deal noch immer den eigenen Gewinnvorteil mit ab, sodass die Zahlen abweichen können.

Statistische Annahmen beim ICM-Rechner

Was ist die Ursache für diese Unterschiede? Die ICM-Rechner bewerten die Zahlen auf Grundlage vom mathematischen Formeln. Jeder Spieler bewertet die Annahme eines Deals nicht nur auf Grundlage der Mathematik, sondern auch anhand von individuellen Faktoren.

Bei dem Deal müssen alle Spieler zustimmen. Der Chipleader kann die Auszahlung des Deals bestimmen und gibt den Ton an. Aushandelbar sind die Deals bei fast allen Turnieren.

Bei Partypoker Deals aushandeln: So geht´s

Bei Partypoker gibt es einige Möglichkeiten, um an den Finaltischen Deals auszuhandeln. Werden die Turniere mit Echtgeld gespielt und enthält der Prizepool ausschließlich Geldbeträge, besteht die Möglichkeit eines Deals. Hierfür steht die Funktion „Deals am Finaltisch möglich“ zur Verfügung. Das gilt allerdings nicht für Satellitenturniere, da die Gewinner ihre Auszahlung als Eintrittskarte für weitere Turniere nutzen können.

Die Spieler erfahren bereits in der separaten Poker Lobby, bei welchen Turnieren ihnen ein Deal angeboten werden kann. Partypoker bietet auf seiner Homepage die entsprechenden Infos dazu in Kurzform. Um einen Deal am Finaltisch zu erhalten, erscheint für jeden Spieler ein Fenster mit dem Hinweis, dass ein Deal abgeschlossen werden kann. Nun haben die Spieler die Option auf Ja oder Nein zu klicken.

Verschiedene Turniere als Option

PartyPoker offeriert Turniere für Anfänger & Profis

Erst, wenn sich alle Spieler zur Dealannahme entschieden haben, wird das Turnier unterbrochen. Allerdings wird das aktuelle Blatt noch beendet. Erst im Anschluss werden die Zahlungen des Deals vorgenommen. Wichtig ist für die Spieler zu wissen, dass immer derjenige den Deal kontrolliert, der zum Zeitpunkt der Dealanfrage der Chipleader ist. Im weiteren Verlauf wird der Spieler berücksichtigt, welcher der erste bei der Turnieranmeldung war.

Bwin: So können Spieler hier einen Deal schließen

Beim Buchmacher bwin haben die Spieler die Chance auf einen Deal. Allen Spielern am Finaltisch wird mit dem Button „Deals schließen“ optional ein Deal angeboten. Zusätzlich stehen Buttons mit der Aufschrift „Ja“ und „Nein“ zur Verfügung. Nur, wenn alle Spieler dem Deal zustimmen, wird die aktuelle Runde zu Ende gespielt. Im Anschluss pausiert sie. In dieser Zeit wird der Prozess „Deal schließen“ in Gang gesetzt. Nun öffnet sich für alle Spieler gleichzeitig das Fenster für einen Gruppen-Chat. Hier haben Sie die Möglichkeit, die Einzelheiten des Deals miteinander zu besprechen. Während dieser Phase ist der klassische Tisch-Chat außer Funktion.

Chipleader hat die erste Wahl

Der Chipleader bekommt eine modifizierte Anzeige des Chats auf sein Display. Hier kann er nicht nur benutzerdefinierte Einstellungen für die Auszahlung, sondern auch die Struktur des Deals auswählen. Wenn es 2 Chipleader gibt, wird allerdings nur ein Spieler bestimmt. Dann wird der Spieler als führend ausgewählt, der die Registrierung für das Turnier als erstes eingereicht hat. Das Auszahlungsschema wird von allen Spielern besprochen und final vom Chipleader ausgewählt. Er hat die Möglichkeit, sich für eine individuelle Auszahlung zu entscheiden. Hier muss er allerdings alle Auszahlungsbeträge an die anderen Spieler individuell eintragen. Wenn sich die Spieler nicht einig sind, drückt der Chipleader den Button „kein Deal“. Das zuvor posierte Spiel wird nun fortgesetzt.

Entscheiden sich die Spieler allerdings für einen Deal, drückt der Chipleader auf „Senden“ und bestätigt damit das Angebot. Nun wird das offerierte Geld auf die einzelnen Spielerkonten transferiert. Sind noch Restbeträge im Pot, wird das Turnier weitergespielt. Wurden hingegen alle Beträge aus dem Pot verteilt, endet es mit der Annahme des Deals.

Deal als begrenztes Angebot

Die Spieler sollten sich immer darüber im Klaren sein, dass der Deal nur für eine begrenzte Zeit offeriert wird. Wird er nicht angenommen, verstreicht er. Das Casino behält sich vor, die Deals jederzeit abzubrechen.

Preisverteilung bei Restsumme im Pot

Nehmen die Spieler einen Deal bei bwin an und ist noch Geld im Pot, erfolgt die Verteilung nach einem prozentualen Schlüssel. Grundlage hierfür ist der Auszahlungsplan für das gegenwärtige Turnier. Sieht der Plan vor, dass insgesamt 50 Prozent des Geldes auf Platz 1 entfallen und 30 Prozent auf Rang 2, wird das Geld im Pot nach diesem Verteilungsschlüssel ausgezahlt. Wenn allerdings nur noch 2 Spieler am Finaltisch sitzen und ein Deal vereinbart wurde, dann wird das Geld im Verhältnis 50/80 für den ersten und 30/80 für den zweiten Platz aufgeteilt.

Der Deal gilt immer nur für einen begrenzten Zeitraum. Entweder stimmen alle Spieler dem Angebot zu oder der Deal verfällt. Ob und in welcher Höhe ein neues Deal-Angebot kommt, ist nicht sicher.

888 Poker Deal: Alle Spieler müssen zustimmen und Software nutzen

Deals werden bei 888 Poker (Testsieger) offeriert. Diese werden nur bei den Multi-Table Turnieren in Aussicht gestellt.  Wenn die Spieler den Finaltisch erreichen, erhalten sie bei einigen Turnieren die Möglichkeit einen Deal abzuschließen. Grundlage hierfür ist das ICM-Modell. Es wird verwendet, um mit mathematischer Wahrscheinlichkeit und unter Zuhilfenahme der Verteilungstabelle ein Angebot für die Spieler zu unterbreiten. Die im Turnier geltende Auszahlungstabelle findet hier keine Berücksichtigung. Allerdings wird nicht der komplette Inhalt des Pots ausgezahlt, sondern eine bestimmte Menge, manchmal bis zu 5 Prozent, für den Turniergewinner zurückgehalten. Die Finalspieler erhalten das Deal-Angebot alle gleichermaßen und müssen ihm gemeinsam zustimmen. Hierfür wird von 888 Poker ein Kontrollkästchen eingeblendet, über das die Spieler den Deal annehmen oder ablehnen können. Gehen sie auf den Vorschlag ein, posiert das Turnier so lange, bis die Einzelheiten des Deals geklärt sind.

Wichtig ist für die 888 Poker Spieler, dass alle die Software nutzen müssen, welche die Funktion „Final Table Deal“ beinhaltet. Verfügt nur ein Spieler nicht über diese Grundlage in der Software, kann der Deal nicht gewährt werden. Gleiches gilt für die Online Poker App am mobilen Endgerät.

Fazit: Deal-Annahme bei vielen Casinos lukrativ

An den Finaltischen ist es nicht unüblich, dass durch die Casinos Deals angeboten werden. Hierzu müssen allerdings alle Spieler gleichermaßen zustimmen, um den Deal zu realisieren. Das Turnier wird bei der Annahme unterbrochen, bis die Einzelheiten des Deals geklärt sind. Im Anschluss werden die vereinbarten Beträge direkt auf die Konten der Spieler transferiert. Bestimmend beim Deal ist immer der Chipleader. Er legt die Deal-Struktur und die Auszahlungsschlüssel fest. Das Aushandeln der Deals obliegt allerdings nicht nur allein dem Chipleader, sondern alle Spieler können über die einzelnen Komponenten des Deals mitbestimmen.

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