All In Alles oder nichts!

Wer sich einmal die Endrunde eines großen Pokerturniers wie die World Poker Series angeschaut hat, der kennt den Begriff All In. Das ist der Moment, in dem ein Spieler alles auf eine Karte setzt, all seine Chips in die Mitte des Tisches schiebt und von seinem Stuhl aufsteigt. Die Spannung steigt noch zusätzlich, entscheidet doch dieser Zug darüber, ob ein weitere Spieler aus dem Turnier ausscheidet oder einen XXL-Pot gewinnt, wenn ein andere Spieler diesen Einsatz called. Als All In wird beim Poker das Setzen aller sich im Spiel befindenden Chips eines Spielers bezeichnet. Beim All in gelten besondere Regeln für diesen Spieler. Von diesem Zeitpunkt an nimmt der Spieler nicht mehr aktiv am Spiel teil, er kann seinen Mitspielern nur noch zuschauen und warten bis diese die Runde zu Ende gespielt haben. In der Regel nutzen erfahrene Spieler die kurze „Auszeit“ um den eigenen All In-Spielzug oder das Spiel ihrer Gegner zu kommentieren. Die Karten des All in-Spielers bleiben zwar im Spiel, jedoch kann er weder Karten weglegen noch setzen. Ist die Runde zu Ende, nehmen alle Spieler ganz normal am Showdown teil. Hier entscheidet sich jetzt, ob ein großer Pot gewonnen wird oder der Spieler nach Hause fahren darf. Nach dem Studium der Poker Regeln für Anfänger kann den ambitionierten Spieler nichts mehr aufhalten.

Der All In beim Cashgame

Der All In ist ohne Zweifel ein sehr starkes Druckmittel. Wobei dies nur dann gilt, wenn die gesetzten Chips dem Durchschnitt am Tisch entsprechen oder darüber liegen. Den All In solltest du mit großer Vorsicht verwenden.

Wenn du beim Cashgame längere Zeit an einem Tisch sitzt, können sich deine Mitspieler ein genaueres Profil von deiner Spielweise erstellen. Schätzt du dich selbst als besonders konservativen Spieler ein, bricht ein gelegentlicher All In auf dem Flop oder Preflop mit deinem Image. Was gut zur Verwirrung deiner Gegner ist. Setzt du ihn dagegen zu oft ein, wechselt dein Image zu loose-aggressive. Damit läufst du Gefahr die starke Hand eines Gegners zu übersehen bzw. zu unterschätzen.

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Berücksichtige also den All In im Gesamtbild deines Spielverhaltens und wie du am Tisch wirken möchtest. Sollte ein Gegner deinen Bluff aufdecken oder deine starke Hand doch noch geschlagen werden, so ist dies beim Cashgame nicht weiter tragisch. Solange dein Bankroll Management stimmt, kannst du dich erneut einkaufen und weiter geht es!

Der All In im Pokerturnier

Ganz anders sieht es jedoch bei Turnieren aus.  Ein All In zur falschen Zeit und du bist raus. Ohne die Chance auf Wiedereinstieg (mit Ausnahme von Rebuy-Turnieren). Dementsprechend solltest du diese Option sehr gut überdenken. Zwei klassische Situationen für den All In sind folgende:

Du hast dich die meiste Zeit konservativ verhalten und nun haben die Blinds deine Chips nahezu vollständig aufgefressen. Um jetzt nicht klanglos unterzugehen, wagst du einen All In. Bei Erfolg verschafft er dir wieder etwas Luft. Hier solltest du aber wenigstens ein Ass oder irgendein Paar auf der Hand halten.

Als Chipleader oder zumindest mit großem Stack, kannst du den All In als Druckmittel gegen andere Spieler verwenden. Alle Gegner mit weniger Chips am Tisch fürchten dich dadurch. Spiele aber trotzdem aus später Position heraus, um dich vor den meisten Überraschungen zu bewahren. Geht dein All In schief und ein Spieler mit weniger Chips geht mit, ist noch nicht alles verloren. Denn du besitzt immer noch einen kleinen Stack und verbleibst im Turnier.

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