Draw Ein unvollständiges Blatt

Ein Draw ist ein Blatt, das noch unvollständig ist, dem eine oder auch mehrere Karten fehlen, um ein Blatt zu bekommen, mit dem vernünftig weitergespielt werden kann. Hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Vier Karten einer Farbe sind ein Flush-Draw, da nur noch eine Karte derselben Farbe zum Flush fehlt. Auch vier Karten einer Straße ist ein Draw, in diesem Fall ein Straight-Draw, da nur eine weitere Karte in der Reihe fehlt, um einen Straight zu legen. Das Gegenteil einer Draw ist eine Made Hand, bei der der Spieler schon ein fertiges Blatt hält. Es wäre außerdem möglich, eine Kombination aus Draws und Made Hands zu halten. Hältst du ein Paar, könnte das ein solcher Fall sein. Es ist allein schon eine Made Hand, kommt noch eine dritte Karte der gleichen Art hinzu, hättest du einen Drilling. Das Paar ist ein Draw für den Drilling. Karten, die einen Draw zur Made Hand machen, werden Outs genannt. Werden von diesen die Outs des Gegners abgezogen, sprichst du von den discounted outs. Die Wahrscheinlichkeit, mit der sich ein Draw zu einer Made Hand machen lässt, wird oft Odss genannt. Triffst du nichts, sprichst du von einer Drawing Hand.

Poker Karten und Pokerchips

Wie wertvoll ist ein Draw?

Beim Texas Holdem Poker erhältst du frühestens mit den drei Karten vom Flop einen Draw. Möglich ist dies beim Straight Draw und dem Flush Draw. In seltenen Fällen fehlt dir nur eine Karte zum Straight Flush bzw. Royal Flush.

Jetzt kommt es auf die besagten Outs an. Wie viele Karten liegen theoretisch noch im Deck und könnten dir weiterhelfen? Da du nicht weißt was deine Gegner für Karten ausgeteilt bekamen, vernachlässigen wir dies. Bei einem Open Ended Straight Draw helfen dir acht Karten weiter. Ein One Ended Straight Draw besitzt nur vier Chancen. Beim Flush Draw sind es die neun Karten von einem Zeichen welche du noch nicht sehen kannst.

Je mehr Karten deine Hand vervollständigen könnten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit deinen Draw in eine Made Hand zu verwandeln. Dementsprechend musst du dein Setzverhalten anpassen. Die prozentuale Chance zu siegen sollte im guten Verhältnis zum nächsten Einsatz stehen.

Gehen wir von einem Einsatz aus der 20% vom Pot ausmacht. Hierbei ist es gleich ob du den Einsatz legst oder mit dem Call auf eine Wette antwortest. Nun braucht es einen Draw der sich zu 20% oder höher vervollständigen wird. Somit sind wir bei den Pot Odds angekommen.

Wenn du einen Straight Draw verbessern willst, dann besitzt du mit den acht verbliebenen Chancen etwa 16% (auf dem River) bzw. 32% (mit Turn & River). Dementsprechend könntest du auf dem Turn mitgehen bzw. die 20% vom Pot selbst wetten. Auf dem River musst du dann wieder neu entscheiden. Das Prinzip der Pot Odds ist extrem wichtig, weil du damit nie mehr wettest als es die Wahrscheinlichkeiten zulassen.

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