Hole Cards Die Karten, die keiner kennt!

Hole Cards sind die Karten, die für die anderen Spieler nicht sichtbar sind. So werden zu Beginn eines Spiels die Karten verdeckt ausgegeben. Dieser Anfangsbestand ist für alle anderen nicht sichtbar. Gehst du zum Beispiel von der bekanntesten Pokervariante Texas Holdem aus, gibt es zu Beginn des Spiels zwei Hole Cards, die die Basis der Hand im weiteren Verlauf des Spiels darstellen. Beim Omaha werden hingegen vier Karten als Hole Card ausgegeben, von denen sich der Spieler zu Beginn zwei auswählen darf.

Um zu gewährleisten, dass keiner der anderen Spieler die eigenen Karten zu Gesicht bekommt, gibt es die unterschiedlichsten Techniken. In der Regel werden die Karten nicht in der Hand gehalten, sondern mit dem Bild nach unten auf den Tisch gelegt, außerhalb des Muck. Der Blick auf die Karten geschieht hinter vorgehaltener Hand durch Anheben einer Ecke. Damit der Dealer die Karten nicht versehentlich einsammelt, arbeiten viele Pokerspieler mit einem sogenannten Card Guard.

Bei dem Card Guard handelt es sich um einen beliebigen Gegenstand, der auf die Karten gestellt wird. Betrachtet der Spieler seine Karten, kann er den Card Guard als zusätzlichen Schutz gegen die neugierigen Blicke der Spieler schützen. Wird solch ein Aufwand betrieben, sollte auf entspiegelte Brillengläser geachtet werden.

Poker Asse

 

Mit den Hole Cards beginnt alles

Wenn der Dealer alle verdeckten Karten ausgegeben hat, beginnt die Runde. Diese Phase wird Preflop genannt, weil die ersten drei Gemeinschaftskarten noch nicht liegen. Das wäre dann nämlich der Flop.

Unabhängig vom realen Kartengeber, gibt es einen Dealer-Button. Dieser bestimmt die Position an der sich alle orientieren müssen. Links vom Dealer sitzt der Small Blind, links davon der Big Blind. Preflop darf zuerst jene Person links vom Big Blind entscheiden. Diese Position bezeichnet man auch als „under the gun“, weil man selbst noch gar keine Informationen von anderen Spielern erhielt.

Es geht weiter in Richtung links und jeder darf seine Entscheidung treffen. Fold, Call, Bet und Raise sind die verfügbaren Optionen. Beim Dealer-Button angekommen, wird auch dieser eine Aktion wählen. Zum Schluss sind Small Blind und Big Blind mit ihren Hole Cards an der Reihe.

Alle Einsätze müssen angeglichen sein, bevor der Dealer die ersten drei Gemeinschaftskarten austeilt. Deshalb gilt es deine Handstärke richtig einzuschätzen. Auch in Abhängigkeit von deiner Position. Merk dir dazu: Je früher du unter allen entscheiden musst, desto stärker muss dein Blatt sein. In später Position, bspw. am Dealer-Button, braucht es nicht zwingend eine so gute Hand. Und Bluffen ist jederzeit möglich, aber keinesfalls immer angebracht.

Hole Cards richtig einschätzen

Du siehst, mit den Hole Cards steht und fällt alles beim Poker. Bevor du dich mit Flop, Turn und River beschäftigst, sollte deine Preflop-Strategie sitzen. Klar ist, mit AK oder QQ erhöhst du natürlich. Aber wie sieht es mit kleinen Paaren oder den Suited Connectors aus?

Wie viele Spieler dürfen nach dir noch entscheiden und was geschah an Wetten vor dir? Wie verhalten sich die Gegner am Tisch meistens? Sind sie konservativ (tight) oder locker (loose)? Viele Faktoren beeinflussen die reale Stärke deiner Hole Cards. Lernen dazu die Wahrscheinlichkeiten kennen, welche dir auf dem Flop später ein Paar oder Besseres bescheren könnten. Daran solltest du deine Einsätze ausrichten.

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