Limp in Nicht mehr als nötig!

In jeder Pokerrunde gibt es den sogenannten Blind-In. Das ist der Mindesteinsatz, der gezahlt werden muss, wenn  ein Spieler weiterhin an dem Spiel teilnehmen will. Nun gibt es drei Möglichkeiten, wie mit dem Blind-In umgegangen werden kann.

  • Erstens: Der Einsatz wird erhöht, sodass jedes weitere Mitglied der Runde ebenfalls den höheren Betrag zahlen muss, um mitzuziehen.
  • Zweitens: Der Spieler steigt aus, indem er die Karten ablegt und steigt beim nächsten Spiel wieder ein.
  • Drittens: Folge dem Blind-In und bleibe bei diesem Betrag, ohne zu erhöhen.

Der Spieler tätigt ein „Limp in“, sobald er nicht erhöht, sondern dem gegebenen Einsatz folgt. Dieses Vorgehen wird auch als „Limpen“ oder „Hereinlimpen“ bezeichnet und ereignet sich bevor der nächste Flop ausgerufen. Das Limpen verfolgt die Absicht, den nächsten Flop möglichst kostengünstig zu Gesicht zu bekommen. Diese Spieler werden sich bei einem Raise, einer Erhöhung des Blind-In, genau überlegen, ob sie mitziehen oder Fold, also aussteigen.

In dieser Phase neigen nur aggressive Spieler dazu ihre Konkurrenten mit hohen Einsätzen aus der Runde zu Pokern. Wie und ob gelimpt wird, hängt von den Spielern, den Pokeranbietern und auch der gewählten Spielform ab. Im No-Limit Poker wird seltener gelimpt als beim Limit-Poker.

Poker Chips

Wann ein Limp in nützlich ist

Poker wird in erster Linie durch gut dosierte Aggression bestimmt. Da scheint ein Limper dem zu widersprechen. Doch in manchen Situationen ist der Limp in durchaus sinnvoll. Du versuchst dabei günstig den Flop zu sehen, falls schon viele ihre Teilnahme am Flop durch einen Call des Big Blinds bestätigt haben.

Hierfür brauchst du nun eine Hand mit vielschichtigem Potential. Während die Konkurrenz meist mit hohen Blättern einsteigt, willst du das Gegenteil ausnutzen. Zu empfehlen sind hierbei niedrige zusammenhängende Karten von einem Zeichen (Suited Connectors genannt). Denkbar wären auch kleine Paare von 22 bis TT.

Weil viele Spieler den Big Blind zahlen und damit den Pot anfüttern, kannst du laut Pot Odds durch solche Hände dein Mitgehen rechtfertigen. Mit den Paaren versuchst du einen Drilling oder das bessere Full House auf dem Flop zu treffen. Die Suited Connectors dienen der Suche nach einem Flush oder einer Straight.

Mit dem Flop sollte sich wenigstens ein Draw für dich ergeben haben. Andernfalls bist du mit den Suited Connectors sofort auf Fold.

Limpen kann teuer werden

Viele Fische haben sich das dauernde Limpen zur Gewohnheit gemacht. Sie bezeichnet man auch als loose-passive Spieler. Sie wollen günstig den Flop sehen und rennen so manch winziger Chance hinterher. Den Limp in musst du also nur in kleinen Dosen nutzen. Andernfalls läufst du Gefahr mit zig Mini-Einsätzen deine Bankroll zu schmälern. Was insbesondere beim No Limit schädlich ist, weil du lieber in einer starken Situation viel Geld wetten möchtest. Ja, vielleicht lohnt sich sogar der All In.

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