Loose Nicht jede Hand führt zum Erfolg!

Spieler lassen sich in der Regel in zwei Kategorien einteilen: Loose und Tight. Dabei hat Loose nichts mit dem Titel Looser zu tun, sondern mit der Eigenheit viele Hände zu spielen. Damit ist gemeint, dass der Spieler nahezu jedes Anfangsblatt spielen will, auch wenn er selbst mit einem hervorragenden Flop keine Chance auf eine höherwertige Hand hat. So sollten gerade Anfänger, die ihre Mimik – also ihr Pokerface – noch nicht im Griff haben und viel überlegen müssen, bei einer Kombination Herz zwei und Pik sieben besser folden.

Mit Hilfe von drei Karten ist es nicht möglich, noch eine Straße zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich mit dem Flush ein Zwilling oder Drilling bilden lässt, ist ebenfalls sehr gering. Und dann sind die gegebenen Karten sehr niedrig, sodass selbst bei einem Stechen mit anderen Händen keine Chance auf das höchste Blatt mit einer Pik sieben besteht.

Tight zu spielen bedeutet, mit nur wenigen Händen zu spielen. Das kann auf Dauer ebenfalls zu Misserfolgen führen. Am gesündesten ist eine gute Mischung, bei der der Spieler genau im Blick hat, wann ein Blatt Erfolg hat und wann nicht. Ein Pik König kann in einem Stechen den Sieg gegen Herz Dame erbringen.

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Unterschiede: Loose-Aggressive & Loose-Passive

Warum sich ein Spieler Loose verhält, dass kann verschiedene Gründe haben. Deshalb gilt es hier noch weiter zu unterscheiden.

Loose-Aggressive: Dieser Spieler will bewusst viele Flops sehen und diese mit möglichst hohen Wetten für andere teuer machen. Er spielt deutlich mehr als die vorgeschlagenen 30% der Hände, welche an einem vollen Tisch zu empfehlen sind. Seine Raises beginnen meist schon preflop und er setzt seine Aggression fort (Continuation Bet). Wenn er in nahezu jeder Hand seine Dominanz ausspielen will, dann bezeichnet man ihn auch als „Maniac“.

Vorgehensweise: Einen Maniac bzw. normal loose-aggressiven Spieler musst du Fallen stellen. Bediene dich hierfür des Check-Raises und dem Slowplay. Beachte aber, dass dein Gegner aufgrund seiner lockeren Spielweise die verrücktesten Kombinationen treffen kann.

Loose-Passive: Auch er möchte nahezu jeden Flop sehen, wenngleich dies nicht immer bewusst geschieht. Er hat das Konzept vom guten Pokerspiel nicht verstanden. Er „geigelt vor sich hin“ und zeigt sich nur selten zu Erhöhungen bereit. Wenn er nach einer Wette immer noch called, dann besitzt er womöglich eine gute Hand. Es könnte sich aber auch um eine Calling Station handeln. Solche Spieler haben keinerlei Ahnung von Pot Odds und sind einfach nur am Tisch um Spaß zu haben. Gewinnen oder Verlieren ist ihnen oft egal.

Vorgehensweise: Einem loose-passiven Spieler wirst du schnell verschrecken und nicht viel Geld mit einer Hand entlocken können. Check-Raise und Slowplay funktionieren vermutlich nicht, weil du ihm so nur Free Cards schenkst. Versuche stattdessen mit kleinen Wetten den Pot anzufüttern. Meist darf es lediglich die Höhe vom Big Blind sein. Deine Hand sollte guten Bestand gegen Turn und River haben oder sich mit ihnen noch verbessern. Irgendetwas hält der loose-passive Spieler fast immer.

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