Outs Was ist möglich?

Mit dem Thema „Outs“ befindet sich ein Spieler mitten in der Wahrscheinlichkeitsrechnung und im Erstellen von Hypothesen. Mit Outs werden die Karten bezeichnet, welche ihm bei gegebenen Hole Cards zu einem guten Blatt verhelfen würden. Hat er die Hole Cards Herz Dame und Karo drei, könnte er mit Hilfe von drei Damen oder drei Dreien zu einem Vierling kommen. Somit hat der Spieler sechs Outs.

Hat der Spieler hingegen Kreuz Zehn und Kreuz Dame, würden ihm zu einem Royal Flush der Kreuz Bube, der Kreuz König und das Kreuz Ass fehlen oder zu einem Straight Flush die Kreuz Acht, Kreuz Neun und Kreuz Bube. Damit hätte der Spieler fünf Outs, denn der Bube wird nicht doppelt gezählt. Bei einem Straight ist hingegen die Farbe egal, wodurch sich die Anzahl der Outs, also die noch im Spiel befindlichen Karten, erhöht.

Nun gibt es allerdings auch noch die Discounted Outs. Dabei handelt es sich um jene im Spiel befindlichen Karten, die für einen Mitspieler interessant sein könnten. Meint der Spieler zum Beispiel zu wissen, dass ein Konkurrent ein Kreuz Ass benötigt, um einen Straight zu erlangen, wird diese Karte als Discounted Outs abgezogen und der Spieler hat nur noch vier Outs.

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Hände in denen die Outs besonders wichtig sind

Wenn Pokerspieler die Outs zählen, dann für gewöhnlich weil sie auf einem Draw sitzen. Denkbar sind hierbei:

  • Open Ended Straight Draw (8 Outs)
  • One Ended Straight Draw (4 Outs)
  • Flush Draw (9 Outs)

Die Outs erklären also wie viele Karten noch den Draw vollenden können. In einem Pokerdeck gibt es 52 Karten (4x 13 von jedem Zeichen). Hiermit lassen sich die Outs ins Verhältnis setzen. Wobei du nicht weiß, welche Karten deine Gegner auf der Hand halten. Folglich gehst du nur von den sichtbaren Karten (deine + Gemeinschaftskarten) aus. Alle anderen könnten theoretisch noch gezogen werden.

Berechnung der Pot Odds

Die Anzahl der Outs bildet dabei nur den Ausgangspunkt für die Berechnung der Pot Odds. Gehen wir von einem Flush Draw aus, so helfen dir 9 Outs weiter. Du befindest dich auf dem Flop. Somit sind dir schon fünf Karten bekannt. Die zwei deiner Hand und die drei offenliegenden Gemeinschaftskarten. Somit verbleiben noch 47 unbekannte Karten.

Wenn wir 9 durch 47 rechnen, so erhalten wir 0,1914, was 19,14% entspricht. Nach dem Turn gibt es eine verborgene Karte weniger, aber das können Anfänger vernachlässigen. Mit Turn und River erhältst du zwei Chancen für deinen Flush. Somit besitzt du etwa 38% als Wahrscheinlichkeit.

Die Pot Odds besagen, dass du nicht mehr wie diese 38% wetten bzw. mitgehen solltest. Somit wettest du nicht über deine Chancen hinaus und dürftest mit dieser Strategie langfristig Geld gewinnen.

Nehmen wir an im Pot liegen schon 2€ und dein Gegner wettet einen weiteren Euro. Dein Mitgehen würde 25% des Pots ausmachen. Auf dem Flop eine vernünftige Aktion, wenngleich die Wette auf dem Turn einen geringeren Anteil ausmachen muss.

Dieselben 25% wären auf dem Turn schon zu viel, weil du mit nur noch einer Karte ca. 19% besitzt. All das begann mit dem Ausrechnen deiner Outs. Es lohnt sich also diese Berechnungen zu verinnerlichen, denn du wirst sie sehr oft benutzen müssen.

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