Preflop Schätze deine Gegner ein!

Preflop bezeichnet die Phase, bevor der Flop aufgedeckt wird. In dieser Phase werden die ersten Sortierungen vorgenommen. Die Spieler haben ihr Hole Cards in der Hand und müssen sich klar machen, ob sie mit den gegebenen Karten eine Chance auf den Pot haben. Dies ist auch der Moment, um die Gegner kennen zu lernen. Wie verhalten sie sich, bevor sie folden oder raisen? All diese Fragen werden innerhalb des Preflops geklärt, da sich hier die Spieler sortieren.

Der Flop wird erst aufgedeckt, wenn es eine stabile Runde gibt. In der Preflop-Phase haben alle das Ziel, den Flop aufzudecken. Alle Spieler müssen den gleichen Betrag einsetzen, damit der Flop aufgedeckt werden kann. Dies ist oft der Moment, in dem erfahrene Spieler die Anfänger melken und versuchen, sie zu einem möglichst hohen Einsatz zu bewegen. Besteht die Runde nur aus erfahrenen Spielern, kommt es während des Preflop oftmals zum Limp in.

Während des Limp in finden keine Raise statt, sondern die Spieler verbleiben beim Blind in, da sie für möglichst wenig Einsatz den Flop sehen wollen. Wird der Flop aufgedeckt beginnt das Spiel von vorne. Die Spieler sortieren sich entsprechend der neuen Gegebenheiten und bereiten sich auf Turn und River vor.

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Den Preflop richtig spielen

Wenn du keinen Spielstil im Sinne von loose-aggressive verfolgst, solltest du Preflop die meisten Hände folden. Als tighten Spieler bezeichnet man jemanden, der höchstens 30% seiner Hände bis zum Flop bringt. Doch abseits dieser allgemeinen Rechnung, existieren einige Faktoren welche du berücksichtigen solltest. Dadurch lässt sich dein Preflop-Spiel verbessern:

Handstärke: Sehr selten wirst du mit AA oder KK starten. Auch AK wäre schön, aber in den meisten Fällen musst du mit weniger auskommen. Was aber kein Problem ist, wenn du deine Handstärke preflop richtig zu bewerten weißt. Hierfür gibt es etliche Wahrscheinlichkeiten, welche uns die Profis ausgerechnet haben. Du solltest dich mit den Chancen der einzelnen Hände beschäftigen, um deren Stärke auf dem Preflop richtig einschätzen zu können.

Anzahl der Spieler: Damit ist weniger die Gesamtanzahl deiner Gegner am Tisch gemeint, sondern wie viele gewillt sind den Flop zu sehen. Je mehr Spieler mitgehen, desto stärker muss deine Hand sein. Bei sehr loosen Tischen kannst du öfter mit den Suited Connectors punkten. Das sind zusammenhängende Karten desselben Zeichens. Sie eröffnen dir auf dem Flop viele Chancen für Straßen, einen Flush oder zumindest Drilling.

Position: Eine weitere Regel für den Preflop betrifft deine Position. Sie besagt, dass deine Hand umso stärker sein muss, je früher du mit der Entscheidung an der Reihe bist. Weshalb auf der ersten Position (under the gun) wirklich nur auf hohe Paare und Karten gewettet werden sollte. Am Dealer-Button befindet sich die späteste Position der Runde. Er wird auf Flop, Turn und River als letzter entscheiden dürfen. Dieser Spieler besitzt damit deutlich mehr Informationen über das vorherige Verhalten seiner Mitspieler.

Pot Odds: Wie viel solltest du wetten, um deine Hand angemessen zu verteidigen? Hierbei helfen dir die Pot Odds weiter. Sie setzen den Betrag deiner Wette bzw. des Calls ins Verhältnis zu deinen Gewinnchancen. Erfahre hier mehr über die Pot Odds.

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