Slowplay Wähne deine Gegner in Sicherheit!

Die Taktik des Slowplay empfiehlt sich nur, wenn du ein sehr gutes Blatt in den Händen hälst. Beim Slowplay gibt der Spieler vor, ein schlechtes Blatt zu haben. Der Spieler steigt nur zögerlich in den Call mit ein und wähnt seine Mitspieler im Glauben, ihm überlegen zu sein. Er überlässt ihnen vermeintlich gute Karten, sodass sie glauben, das Spiel für sich gewonnen zu haben. Das Slowplay zeichnet sich durch eine tighte Spielweise aus, es wird also eher mit Bedacht und nicht aggressiv gespielt.

Diese Art zu spielen wird auch als sandbagging bezeichnet. Ein klar überlegener Spieler ist ein Shark. Zwar hat Aggressivität beim Slowplay keine Bedeutung, doch auch hier handelt ein übermächtiger Shark, der die unwissenden Fische einen nach dem anderen ausnimmt. Natürlich solltest du diese Taktik nur dann fahren, wenn du sicher bist, dass die Gegner wirklich kein besseres Blatt in den Händen halten. Hältst du lediglich einen Zwilling oder Drilling, kann das Slowplay zu Erfolg führen, kann aber auch genauso gut nach hinten losgehen.

Beim Slowplay handelt es sich um das Gegenstück puren oder Semibluff. Der pure und Semibluff geben vor ein starkes Blatt in der Hand zu halten, um den Gegner zum Aufgeben zu bewegen.

Poker Royal Flush

Beispiele wann sich Slowplay lohnt

Doch Vorsicht, denn dein Slowplay kann dich in manchen Fällen auch bares Geld kosten. Besser gesagt du verschenkst es, weil dein Gegner die Einsatzhöhe bestimmt. Weshalb du auf Turn oder River mit einem Raise bzw. Re-Raise antesten solltest, wo die Hand deines Gegners tatsächlich steht. Erfolgt Gegenwehr, so musst du zu einem All In bereit sein. Wofür dein Blatt die Semi-Nuts oder Nuts bilden sollte. Hier sind einmal drei typische Beispiele bei denen sich das Slowplay lohnen kann:

Vierling vs. Full House

Hierfür brauchst du ein Paar auf der Hand, weil ein Drilling auf dem Board den meisten Mitspielern zu verdächtig erscheint. Wobei genau dieser Drilling umso wahrscheinlicher jemand anderem ein Full House beschert. Mit dem Vierling kannst du jedenfalls beruhigt dein Slowplay absolvieren. Ein Straight Flush oder gar Royal Flush ist so gut wie unmöglich. Du würdest ein solches Blatt schnell erkennen und rechtzeitig abspringen.

Das Schöne am Vierling gegen das Full House ist, dass kaum einer dir diese Hand zutraut. Leider ist diese Konstellation aber auch äußerst selten zu finden. Aber wenn es soweit ist, wirst du reichlich dafür belohnt.

Straße gegen Paare/Drilling

Besonders gut für Slowplay eignet sich eine versteckte Straße. Soll heißen, dass du zwei entscheidende Karten auf der Hand besitzt. Am besten hängen diese nicht zusammen, sodass aus der bunten Mischung auf dem Board niemand damit rechnet. Mit einer Straße kannst du den Drilling schlagen, in den die meisten Spieler viel Geld zu investieren bereit sind.

Auch zwei Paare oder ein Paar lassen sich mit einer Straße bezwingen. Achte auf die Konstellation deiner Straße und wie wahrscheinlich es ist, dass deine Mitspieler das Slowplay enttarnen.

Flush gegen Straße

Kniffelig, aber nicht unmöglich, wird es bei einem Flush gegen die Straße. Wenn drei Karten desselben Zeichens auf dem Board liegen, läuten bei fast allen Spielern die Alarmglocken. Dennoch ist es für jemanden mit einer Straße sehr verlockend und er wird nicht so leicht von seiner Hand ablassen können.

Versuche es mit Slowplay, solange du den Nut-Flush besitzt. Also mit dem Ass als oberste Karte. Andernfalls könnte dich noch jemand mit einem höheren Flush bezwingen.

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