Tight Das Spiel mit wenig Händen!

Beim Poker unterscheidet sich die die Art und Weise, wie gespielt wird an der Anzahl der gespielten Hände. Werden viele Hände gespielt, ist die Rede von Loose, werden wenig Hände gespielt, wird das von Tight. Ein Spieler mit einer Loose-Spielweise wird im Allgemeinen als aggressiv und ein Spieler mit einer Tight-Spielweise als passiv bezeichnet. Dies ist zu kurz gegriffen. Es gibt durchaus aggressive Spieler, die tight spielen.

Ein Festhalten an den Klassifizierungen zeigt, dass du es mit dem Rock, einem passiv-tighten Spieler und einem Shark, einem aggressiv-tighten Spieler zu tun hast. Beide spielen ihre Hände nur dann aus, wenn sie auch daran glauben, dass ihre Hand gewinnen kann. Steigt der Rock ins Spiel ein ,merkst du zunächst kaum einen Unterschied. Denn er arbeitet eher mit Call, als mit Raise.

Der Shark beherrscht es, in den richtigen Momenten einzusteigen und dann eine aggressive Spielweise an den Tag zu legen. Er nimmt eine aktive Rolle in dem Pokerspiel ein. Er belässt es nicht beim call, sondern wendet Raise und wenn es sein muss auch noch den Straddle an, um die Einsätze in die Höhe zu treiben. Diese Art von Spieler findest du in den Top-Ligen des Pokers.

Poker Chips

tight-aggressive vs. tight-passive

Doch nicht alle Spieler sind gleich tight. Sie versuchen alle nur 20 bis 30 Prozent der Hände zu spielen. Bereits preflop unterscheidet sich ihr Wettverhalten. Als tight-aggressive bezeichnet man Spieler die mit starken Karten entsprechende Value Bets platzieren. Sie verteidigen ihre Hände und so geht es auf dem Flop weiter. Vorausgesetzt sie haben etwas getroffen bzw. halten ihre Hole Cards für weiterhin brauchbar.

Beim tight-passiven Spieler gibt es bei Weitem nicht so viel Aggression zu sehen. Selbst wenn er eine gute Hand besitzt, wettet er zu wenig oder lässt andere die Action komplett übernehmen. Damit wird man ihm langfristig das Geld aus der Tasche ziehen. Zwar weiß er genau wann es zu folden gilt, aber es mangelt ihm an der nötigen Aggression. Wer das Wetten anderen überlässt, der wird zwangsläufig zu viele Free Cards vergeben. Und weil der tight-passive Spieler selten bis zum Showdown wettet, erfährt er weniger über seine Gegner.

Gegen tighte Spieler richtig wetten

Meistens treffen tighte Spieler aufeinander, weil alle großen Pokerratgeber diesen Spielstil empfehlen. Was dazu führt, dass so manche Partie überhaupt keine Fahrt aufnehmen will.

In der Tat benötigst du gegen tighte Spieler viel Geduld und Ausdauer. Sie lassen sich kaum mit Slowplay und Check-Raises locken, weil sie den Braten sofort riechen. Einen All In wirst du von ihnen fast nie sehen. Weshalb du dich auf dem Weg zum Showdown gut wappnen solltest. Tighte Spieler folden sehr oft im richtigen Moment. Falls nicht, muss deine Hand sehr stark sein. Am besten gehst du mit den Nuts ins Rennen. Also eine unschlagbare Hand.

Wirklich viel Geld kannst du tighten Spielern äußerst selten entlocken. Du wirst auf die eine Situation warten müssen in der deine Hand etwas über ihrer Handstärke liegt. Bspw. Flush gegen Vierling.

Ansonsten lassen sich tighte Spieler sehr gut ihrer Blinds berauben. Sie zu stehlen gehört fast schon zu deiner Pflicht. Du nimmst ihnen in kleinen Dosen das Geld ab. Bis hoffentlich die eine fatale Fehlentscheidung bei ihnen eintrifft und dein Blatt sie übertrumpft.

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