Tilt Wenn Emotionen dich verleiten!

Tilt kann ins Deutsche mit „umkippen“ übersetzt werden. Befindet sich ein Pokerspieler im Tilt, kippt er von einem verantwortungsvollen Spieler mit ausgeklügeltem Bankroll Management in einen emotionalen Spieler mit verzweifelten Spielzügen. Spieler, die in einen Tilt geraten, haben zumeist eine Pechsträhne hinter sich und mehr Geld verloren als sie erwartet haben. Sie versuchen nun um jeden Preis dieses Geld zurück zu gewinnen.

Auf diesem Weg können tight-passive Spieler zu aggressiv-Loose spielenden Pokerspielern werden. Allerdings haben sie dann so viele Emotionen in sich, dass sie keinerlei rationale Entscheidungen treffen können. Sie bemühen sich mit jeder Hand bis zum Ende zu spielen und andere Spieler durch Bluffs aus dem Spiel zu boten. Dabei gehen einige so plump vor, dass sie von den Sharks als Fische abgestempelt und weiter um ihr Geld erleichtert werden.

Im Tilt befindliche Spieler sind einerseits leichte Beute für erfahrene Mitspieler und auf der anderen Seite eine Gefahr für sich selber. Daher ist es so ungemein wichtig, sich für jedes Spiel und Turnier ein Limit zu setzen. Als Spieler musst du dir vorab klar machen, dass es passieren kann, alles Geld zu verlieren und du dann trotzdem aufhören musst. Ansonsten bist du auf dem Weg in die Spielsucht.

Poker Chips

Tilt folgt meistens nach einem Bad Beat

Fische erleben den Tilt eher selten, denn ihnen ist ihr Verhalten weniger bewusst. Ein geübter Spieler neigt häufiger zum Tilt. Meist geschieht dies nach einem Bad Beat. Du hast die Chancen korrekt beachtet und auch deine Value Bets gut positioniert. Doch eine Calling Station macht den Runner Runner perfekt. Sie hätte, gemäß den Pot Odds, schon längst ausgestiegen sein müssen. Nun hat sie mit Turn und River genau jene zwei Karten erhalten, welche ihm noch helfen konnten. Extrem unwahrscheinlich und ebenso ärgerlich für dich.

Ein Bad Beat muss nicht zwangsläufig sofort im Tilt-Modus enden. Aber während mancher Sessions will dir einfach nichts gelingen. Schlechte Starthände, verrückte Gegner und ein bisschen Pech. Die Bad Beats reihen sich aneinander und du gehst Tilt.

Was du gegen den Tilt tun kannst

Ganz sicher ist niemand vor diesem Gefühl. Es mischt sich aus Unverständnis, Wut und Frustration. Tilt lässt sich schwer beschreiben, aber jeder erfahrene Pokerspieler hat ihn schon einmal erlebt. Hier sind ein paar Tipps, damit du künftig nicht mehr so oft „Tilt gehst“:

  • Denke immer daran, dass jede Pokerhand für sich betrachtet werden muss. Manchmal häufen sich die Bad Beats, aber auf Dauer geht dies so nicht weiter. Solange du stets deine Spielweise verbesserst und dazu lernst, wirst du auch nachhaltige Gewinne realisieren können.
  • Wenn du dich wieder beruhigt hast, analysiere die Situation. Ist dir ein Fehler unterlaufen oder war es wirklich nur ein Bad Beat? Die Hand noch einmal zu bewerten, hilft dir zu lernen. Entweder hast du unter dem Tilt gelitten weil deine Gegner gegen alle Chancen doch noch gewonnen haben oder weil dir etwas entgangen ist.
  • Wut und Zorn beim Tilt greifen auch auf den Körper über. Manchmal würdest du am liebsten den Tisch vor dir in zwei Teile zerlegen. Viele Pokerprofis treiben deshalb regelmäßig Sport. Sie powern sich physisch wie mental aus, damit sie am Tisch entspannt bleiben können.
  • Autogenes Training, Meditation und Affirmationen sind bekannte Techniken um deinen inneren Frieden zu finden.
  • Wenn alles nichts hilft und deine klaren Gedanken nicht wiederkehren, dann mach Schluss für heute. Schnappe frische Luft und suche einen Ausgleich. Irgendetwas das nichts mit Poker zu tun hat, dich entspannt und/oder Freude bereitet. Poker mag ein wichtiger Bestandteil deines Lebens sein, aber eben nicht alles!

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