Turn Eine der drei Gemeinschaftskarten!

Bei vielen Pokerspielen werden Gemeinschaftskarten ausgegeben. Beim Texas Hold’em handelt es sich um insgesamt fünf Gemeinschaftskarten. Die ersten drei werden als Flop, die Vierte als Turn und die Fünfte als River bezeichnet. Bevor eine dieser Gemeinschaftskarten aufgedeckt wird, müssen alle Spieler den gleichen Betrag als Einsatz gezahlt haben. Einzige Ausnahme bilden Spieler, die All In gehen.

Die Statistiken zeigen, dass es eine Reihe von Händen gibt, die mit Hilfe des Turn in ein hochwertiges Blatt, wie ein Full House, Straight, Flush, Vierling, Straight Flush oder Royal Flush verwandelt werden können. Natürlich ist ein Turn auch bei den besten Hole Cards kein Garant für ein Monster. Doch es hat schon so manchem Pocket Pair zu einem Three of a Kind verholfen. Sowohl der Turn als auch der River werden in zwei Karten unterschieden: Blank und Scarecard.

Diese Bezeichnungen sind sehr subjektiv. Blank meint, dass die Karte einem Mitspieler höchst wahrscheinlich nicht weiterhelfen wird. Bei einer Scarecard befürchtet man hingegen, dass diese Karte das Blatt eines Gegners zum Nuts machen wird. Allerdings handelt es sich dabei nur um Vermutungen. Diese Karten werden auch gerne für einen Bluff genutzt, da sie für alle Mitspieler sichtbar sind. Manchmal werden diese Karten sogar doppelt ausgegeben.

Poker Karten und Pokerchips

Wann es sich lohnt den Turn zu spielen

Die vier Wettphasen beim Texas Holdem Poker unterscheiden sich sehr stark. Je weiter die Runde nach vorne dringt, desto weniger Spieler werden mitgehen. Das gilt auch für alle anderen Pokervarianten. Denn ein guter Fold ist stets besser als eine Calling Station zu sein. Wann lohnt es sich also für den Turn zu bezahlen? Unabhängig von der Höhe der Wette, kennst du bestimmt folgende Beispiele:

  • Du hast das beste Paar oder gar Overpair auf dem Flop getroffen. Diese Hand solltest du mit einer Value Bet verteidigen. Selbst wenn die Chance besteht, dass jemand auf dem Flush Draw oder Straight Draw sitzt. Denn somit bescherst du ihm schlechtere Pot Odds, welche ihn womöglich zur Aufgabe zwingen. Somit behältst du die Aggression für eine Hand, welche im Moment wahrscheinlich am besten ist.
  • Oder du besitzt selbst einen Flush Draw oder Straight Draw und willst diesen vollenden. Dann kommt es natürlich darauf an, wie deine Gegner zuvor bzw. nach dir reagieren. Ein Draw ohne hohes Paar nutzt dir noch nichts. Weshalb du den Turn so günstig wie möglich sehen möchtest. Eine kleine Wette ist aber gemäß den Pot Odds erlaubt. Womöglich sehen deine Gegner dadurch von einem höheren Einsatz ab. Denke daran, dass Poker durch gezielte Aggression gewonnen wird.
  • Alles anderen Hände wie zwei Paare, Drilling oder besser, sollten auch bis zum Turn und weiter gespielt werden. Im unter Beobachtung der Gemeinschaftskarten. Versuche dich in deine Gegner hineinzudenken und welche Karten sie üblicher Weise spielen. Dafür braucht es etwas Zeit und viele Notizen. Letztere kannst du beim Online Poker übrigens in der Software hinterlegen. Dazu genügt ein Rechtsklick mit deiner Maus. Sammele über deine Mitspieler so viele Informationen wie möglich. Einige von ihnen wirst du bald wiedersehen und erlangst somit einen wichtigen Vorteil.

Der Turn trennt die Spreu vom Weizen. Wer hier mitgeht, der fühlt sich anschließend auf dem River pot committed. Spieler haben bis dato meist so viel Geld eingezahlt, dass sie nun den Showdown sehen wollen. Aber wie gesagt, jeder gute Fold ist besser als einfach nur aus Zwang heraus zu callen. Wenn die Chancen gegen dich stehen, spart die jeder angebrachte Fold einiges an Geld ein.

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