Under the Gun Wenn du links vom Blind sitzt!

Bei dieser Bezeichnung wird eine Sitzposition am Pokertisch beschrieben. Es handelt sich um den Spieler, der direkt links von dem Blind sitzt. Sein Nachteil besteht darin, dass er als erster in der Runde agieren muss. Daher hat er einen deutlichen Positionsnachteil gegenüber den anderen Spielern. Er sitzt also „vor dem Pistolenlauf“. Der Spieler in dieser Position wechselt von Runde zu Runde mit dem weiterziehen des Dealers.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, sich auch aus dieser Position zu entziehen. Der Spieler hat im Allgemeinen die Möglichkeit zu Straddlen. Dabei zahlt der Spieler den doppelten Blind und kann dafür die gesamte Runde abwarten und als letztes entscheiden ob er called, folded oder raised. Wird der Straddle durchgeführt, müssen alle folgenden Spieler mindestens den gleichen Betrag in den Pot einzahlen. Als positiver Nebeneffekt füllst sich dieser gleich mit.

Derjenige, der einen Straddle durchführt, sollte allerdings ein gutes Blatt in den Händen halten und sich seiner Sache sicher sein. Für Spieler, die zwischen call und fold entscheiden wollen, ist ein Straddle nur unnötig verlorenes Geld und verbessert die Situation nur bedingt. Gerade Anfänger lassen sich von der Position „Under the Gun“ irritieren und werden nervös. Das kann auch unbewusste Tells auslösen.

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Under the Gun richtig spielen

Wenn wir diese Position betrachten, scheint kaum eine Hand dafür angemessen. Wir sehen hier drei Möglichkeiten:

  • Mit AA, KK und AK kannst du trotzdem ein Raise wagen. Es handelt sich dabei um sehr starke Hände, welche ggf. auch gegen mehrere Gegner standhalten. Ebenso können sie ein Re-Raise verkraften.
  • Von Zeit zu Zeit probierst du es Under the Gun mit den Suited Connectors. Hierbei handelt es sich um zwei zusammenhängende Kartenwerte desselben Zeichens. Mit diesen möchtest du den Flop sehen, wenn möglichst viele Gegner in der Hand sind. An manchen Tischen ist sofort klar, dass die Mehrheit sehr loose spielt. Suited Connectors visieren zusammenhängende Zahlenwerte an. Während alle anderen gern Asse und Bildkarten spielen, bleibst du unter dem Radar und triffst womöglich eine niedrige Straße, Drilling oder Flush. Womit kaum jemand rechnet und viele Einzahlungen schon den Pot gemästet haben.
  • Im Gegensatz dazu gibt es auch sehr tighte Tische. Also jene mit vielen Folds und wenig Action. Dann ist es möglich ein paar mehr Starthände zu limpen. Versuche günstig den Flop zu sehen und entscheide dann neu.

Trotzdem bleibt es dabei, dass es sich Under the Gun äußerst schwer spielen lässt. Du solltest die Wahl deiner Starthände hier genau überdenken. Viel Spielraum besitzt du nicht und ein Bluff aus dieser Position heraus ist der Wahnsinn. Aber vielleicht möchtest du auch als Maniac am Tisch wahrgenommen werden?

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