M-Faktor nach Dan Harrington: Risiko zahlt sich in grüner Zone aus

Dan Harrington ist eine Ikone unter den Pokerspielern. Der 2-malige Gewinner der World Series of Poker Bracelet hat seine gleichnamige Strategie nicht nur unzählige Male getestet, sondern sie in Form einer Aufklärung mittels eines Buches und wertvollen Tipps für Pokerspieler weitergegeben.

M-Faktor nach Dan Harrington in der Übersicht:
  • M-Wert und Zonen stehen in Beziehung

  • Nie in tote Zone rutschen

  • Auch in grüner Zone Risiko spielen

  • Stack darf nicht von Blinds aufgefressen werden

  • Keine schwierigen Termine zu merken

Jetzt den besten Poker Bonus finden

Der M-Faktor: Das verbirgt sich dahinter

Wofür steht denn der M-Faktor Dan Harrington? Das „M“ steht beim Pokern für Wendepunkte und Zonen. Der Pokerspieler Dan Harrington brachte sie in Beziehung zueinander und kreierte daraus seine erprobte Strategie. Das „M“ wird aus dem Verhältnis der Blinds-Höhe und dem Chip-Stack ermittelt. Dafür wird die Anzahl der Chips durch den Grundeinsatz für jede Runde geteilt, was der Online Poker Vergleich schnell zeigt. Sind insgesamt 3.000 Chips vorhanden und ist die Anzahl der Blinds 600, so ergibt sich für den M-Wert 5.

Was steckt hinter dem M-Wert?

Der M-Wert dient den Spielern dazu, Schätzungen über die Rundenanzahl im Turnier abzugeben, ohne dass sie dabei Chipsätzen oder eine Hand spielen müssen. Zwar sind in jeder Runde die Antes und Blinds zwingend notwendig, weitere Einsätze können durch die M-Theorie allerdings vermieden werden. In dem oben genannten Beispiel mit dem M-Wert 5 könnten die Spieler weitere 5 Runden spielen, bevor die Chips durch die Antes und Blinds auf null sind. Grundsätzlich wird die Berechnung für einen Spieltisch und 10 Spieler angestellt. Nehmen weniger Spieler teil, muss der M-Wert angepasst werden. Sind 5.000 Chips im Spiel und nur 5 Spieler am Tisch, beträgt der M-Wert 5. Die Berechnung ergibt sich aus 5.000 Chips / 500 Blinds x 5 Spieler / 10 geplante Spieler am Tisch.

Wenn die Spieler den M-Wert bereits im Vorfeld errechnen, können sie ihren Spielverlauf und somit den Verlauf des Turniers danach bestimmen.

Wie beeinflusst der M-Wert die Strategie?

Der M-Wert und die Zonen stehen ja im Verhältnis miteinander. Beide beeinflussen sich und die Strategie des Spielers. Wie sich Werte und Zonen im Einzelnen aufeinander auswirken, ist hier tabellarisch dargestellt.

Level Zone Spielweise
1 Grün ·         M-Wert ist größer als 20

·         Spieler können alle Moves nutzen (Raise, Re-Raise, spekulative Hände)

·         Es sind noch ausreichend Chips vorhanden, auch wenn die Hand verloren geht

2 Gelb ·         M-Wert liegt bei 10 bis 20

·         Spieler müssen mehr Hände nutzen, weil sonst das Stack verloren geht

·         Spieler sollten kleine Paare vermeiden

·         Suited Connectors sollten nicht gespielt werden

3 Orange ·         M-Wert liegt bei 6 bis 10

·         Stack wird deutlich geringer

·         Spieler müssen in aggressives Spiel wechseln, wenn sie weiter im Turnier bleiben wollen

·         Hand entscheidet sich vor Flop

4 Rot ·         M-Wert liegt bei unter 5

·         Moves sind nicht mehr möglich

·         Spieler können aussteigen oder All-In gehen

·         Spieler sollten versuchen, Blinds zu stehlen

·         Tote Zone sollte in jedem Fall vermieden werden

5 „Tot“ ·         M-Wert ist unter 1

·         Spieler nehmen fast nicht mehr am Turnier teil

·         Spieler sollten mit jeder High Card All-In versuchen

·         Gegenspieler callen diesen All-In zu 100 Prozent

Inflaction-Points by Dan Harrington: Spieler sollen hohe M-Werte haben

Die Strategie von Dan Harrington setzt möglichst hohe M-Werte bei den Spielern voraus. Am besten sind die grünen Zonen angesetzt. Mit dem Wechsel von der grünen in die rote Zone werden die Spieler in ihrer Spielweise eingeschränkt. Die Flexibilität sinkt. Sind die Pokerspieler in ihren Poker Apps erst einmal in der roten Zone, müssen sie deutlich aggressiver spielen. Mit „Inflection Points“ stellt Harrington diesen Übergang oder Wendepunkt dar. Ein hoher Pot wird verloren, die Blinds steigen. Wenn die Spieler ihre eigenen Inflection Points kennen, können sie das Spiel neu bestimmen, sogar drehen. Ziel der Inflection-Points-Theory ist es, dass sich die Spieler so lange wie möglich in einer hohen Zone befinden.

M-Faktor mit Orientierung an Big Blinds: So geht´s

Harrington legt in seiner Theorie die Zonen zugrunde, berücksichtigt hierbei ebenso die Blinds. Für die Zonen hat das folgende Auswirkungen:

Zonen Spielweise aufgrund der Blinds
Grün ·         Spieler können alles spielen

·         Harrington rät zum Risikospiel in dieser Zone

·         Hier bietet sich das Callen mit spekulativen Händen an

 

Gelb ·         Um den Stack durch Blinds zu schützen, müssen die Spieler deutlich aggressiver agieren

·         Connectors sind hier weniger geeignet

·         Smallballmoves sind hier ratsam

·         Chips sammeln ist hier angesagt

·         M-Werte der Gegner im Auge behalten, um richtig raisen oder loosen zu können

Orange ·         Wer spät am Tisch sitzt, kann schwache Hände ausnutzen

·         Keine Calls

·         Raise und All-In sind erlaubt

·         Kleine Paare und Suited Connectors sind gut, um kleine Einnahmen zu erzielen, sodass Blinds ausgeglichen werden

·         Spieler sollten bei Push-or-Fold ihre Chips als Erstes in den Pot geben

·         Handrange muss erhöht werden, wenn die Spieler sehr weit hinten am Tisch platziert sind

Rot ·         Hier setzt Harrington nur auf den First-Push-In

·         Alle Karten mit passabler Equity sollten gespielt werden

·         Auch mit dem AA All-In gehen

·         Wird Push nicht gecallt, erhöht sich Stack um 25 Prozent

 

Tot ·         Stack wurde von Blinds aufgefressen

·         Hier kommen Spieler fast nie heraus

·         Versuch aus der Zone zu kommen: Pushen first

 

M-Faktor und Zonen stehen im Verhältnis. Besonders vorteilhaft ist die grüne Zone, denn hier können die Spieler alles spielen. Beim M-Faktor liegt der Bestwert über 20.

Alternative zum M-Faktor: Starthände analysieren und geschickt spielen

Die Starthände sind beim Pokerspiel ebenso entscheidend, wie die Ermittlung des M-Faktors. Prinzipiell werden sie in 5 verschiedenen Kategorien klassifiziert. In der Gruppe 1 befinden sich die hohen Paare, in der Gruppe 2 die kleinen und mittleren Paare, in der Gruppe 3 gibt es 2 hochwertige Karten, in der Gruppe 4 dafür

2 aufeinanderfolgende Karten mit gleicher Farbe und in der Gruppe 5 jeweils eine kleine und eine hohe Karte mit der gleichen Farbe. Welche Auswirkungen diese Gruppierungen auf die Gewinnchancen haben, zeigt die nachfolgende Übersicht.

Die Top 5 Poker Boni in unserem Test

Poker Room Testurteil Bonus Software Gutschein einlösen
1. 888 Poker
10/10
bis 400 Euro
+ Free Tickets
Igt *****Einlösen
2. Ladbrokes
9/10
1.500 Euro
Playtech *****Einlösen
3. William Hill Poker
9/10
1.500 Euro
Playtech *****Einlösen
4. NetBet Poker
9/10
bis 1500 Euro
+ Free Tickets
Playtech *****Einlösen
5. TonyBet Poker
9/10
bis zu 2000 Euro
+ Free Tickets
Greentube *****Einlösen
X
Ihr Code:
Das Gutscheinangebot hat sich bereits in einem weiteren Fenster ihres Browsers geöffnet. Sollte dies nicht der Fall sein, lässt sich der Gutschein auch über den folgenden Link abrufen:
Direkt zum Anbieter

1. Gruppe – hohe Paare

Die beste Starthand bilden 2 Jacks oder höherwertige Karten. Die Spieler haben gute Gewinnchancen, wenn sie nicht den Flop, sondern eine kleinere Karte zu sehen bekommen. Hohe Paarungen sollten von den Spielern immer mit einer aggressiven Strategie verteidigt werden.

2. Gruppe – mittlere und kleine Paare

Mittlere und kleine Paare werden als unfertige Hände bezeichnet. Die Chancen, dass die Spieler hier ein Set mit Flop erhalten, liegt bei ca. 12 Prozent. Wenn die Spieler dies profitabel spielen wollen, sind mehrere Gegner notwendig.

M-Faktor nach Dan Harrington & Alternativen

Hände sind entscheidend, daher gibt PokerStars Tipps

3. Gruppe – zwei hohe Karten

2 hohe Karten unterschiedlicher Farbe zählen zu den guten Händen und sind in der Regel leicht spielbar. A-K sind aus fast allen Positionen spielbar. K-10 sind weniger einfach zu spielen und viele Pokerspiele neigen dazu, das Blatt wegzuwerfen. Die Starthand K-Q sowie K-J sollten die Spieler in jedem Fall aus allen Positionen spielen. Wird allerdings erhöht, kann es für die Spieler komplizierter werden. Entscheidend ist hierbei, wie viele Gegner der Erhöhung folgen. Je mehr es sind, desto wahrscheinlicher wird ein Call. Bei PokerStars können die Spieler beispielsweise die einzelnen Kategorien im eigenen Spiel bei kleinen Turnieren testen.

4. Gruppe – Suited Connectors

Meist sind die Starthände dieser Gruppierung eher ungünstig. Vor allem, bei 9-10 ist dies der Fall. Sie sollten nicht bei einer Erhöhung oder von der Early Position heraus ausgespielt werden. Wirklich stark werden die Suited Connectors erst, wenn viele Spieler in den Pot einzahlen, denn damit steigen die Pot Odds.

5. Gruppe – Suited

König und Ass sind gleichwertig zu spielen, wie die Karten aus der vierten Gruppe. Allerdings gewinnt das Ass an Stärke, je weniger Spieler am Tisch Platz finden.

Position gibt die Spielweise der Starthand vor

Im Zusammenspiel mit der Starthand ist die Position der Spieler wichtig. Generell wird der Pokertisch mit 10 Mann bemessen und den einzelnen Spielern werden verschiedene Position zugeordnet. Die 3 ersten Spieler linkerhand des Dealers befinden sich auf der Early Position. Die 5 nächsten Spieler auf der Middle Position und alle weiteren auf der Late Position. Die Positionierung entscheidet maßgeblich über das Spielen der jeweiligen Starthände. Welche Starthand ist bei welcher Position angebracht?

Position

Karten

Early Position

A-A, K-K, Q-Q, J-J
10-10, 9-9, 8-8, 7-7

A-K, A-Q, A-J, A-10
K-Q, K-J
Q-J

A-K, A-Q, A-J
K-Q

Middle Position

A-A, K-K, Q-Q, J-J
10-10, 9-9, 8-8, 7-7
6-6, 5-5

A-K, A-Q, A-J, A-10, A-9, A-8, A-7, A-6
K-Q, K-J, K-10, Q-J, Q-10
J-10, J-9, 10-9

A-K, A-Q, A-J, A-10
K-Q, K-J
Q-J

Late Position

A-A, K-K, Q-Q, J-J
10-10, 9-9, 8-8, 7-7
6-6, 5-5
4-4, 3-3, 2-2

A-K, A-Q, A-J, A-10, A-9, A-8, A-7, A-6, A-5, A-4, A-3, A-3, A-2
K-Q, K-J, K-10, K-9
Q-J, Q-10, Q-9
J-10, J-9, J-8
10-9, 9-8

A-K, A-Q, A-J, A-10
K-Q, K-J, K-10, K-9
Q-J, Q-10
J-10

 

Fazit: M-Faktor kann über den Turniergewinn entscheiden

Dan Harrington hat seine Erfahrungen und Erfolge in seiner ganz eigenen Theorie eingebracht. Der M-Faktor ist die Verbindung aus verschiedenen Zonen und dem M-Wert. Errechnen sich die Spieler ihren individuellen M-Faktor, haben sie deutlich bessere Chancen, siegreich aus der Poker Partie hervorzugehen. Harrington ist dafür, gleich zu Beginn bei einem M-Faktor über 20 nicht allzu zögerlich mit den Einsätzen umzugehen. Ziel aller Spieler muss es immer sein, so lange wie möglich in der grünen Zone zu bleiben. Die Blinds dürfen das Stack nicht auffressen. Als Alternative zur Theorie von Dan Harrington gibt es beispielsweise die Theorie der Starthände oder der Sitzposition.

Geübt werden kann die Theorie bereits ganz einfach durch den Poker Bonus ohne Einzahlung, den nahezu jeder Anbieter zur Verfügung stellt.

Jetzt den besten Online Poker Anbieter finden

Teilen:
Facebooktwittergoogle_plus