Poker Bankroll Management – Deinen Spieleinsatz effektiv verwalten!

Nicht wenige Menschen können in ihrem täglichen Leben einfach nicht mit Geld umgehen. Kaum ist das Gehalt auf dem Konto, schon ist es einige Tage später wieder weg. Es scheint als würde das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster geworfen und diejenigen, können nicht genau sagen, wo es geblieben ist. Das kann nur so lange funktionieren, so lange regelmäßig neue Geldeingänge zu verzeichnen sind. Oder keine unerwarteten Ausgaben auf diese Menschen zukommen.

Genauso sieht es beim Poker aus. Es gibt hier Menschen, die besser mit ihrem Spielkapital auskommen und solche, die es nicht verwalten können. Wie im richtigen Leben heißt es beim Poker: . Das Zauberwort heißt Bankroll-Management. Nachfolgend wollen wir dir alles Wichtige im Zusammenhang mit dem Umgang deines Spielguthabens aufzeigen.

Poker Bankroll Management – Wichtiges in der Übersicht:
  • Die Poker Bankroll ist das Kapital, das der Spieler zur Verfügung hat
  • Vernünftiges Bankroll Management als Voraussetzung für Erfolg
  • Als Faustregel gilt: Genügend Guthaben, um „Durststrecken“ zu überstehen
  • Bankroll Management kann aggressiv, auch konservativ sein
  • Jedes Level erfordert eine andere Strategie
  • Level-Abstiege können erforderlich sein

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Die wichtigsten Pokerbegriffe in der Übersicht

Damit du verstehst, worüber wir im Nachfolgenden sprechen, wollen wir dir einige Grundbegriffe aus der Welt des Pokers vorstellen, die für die Thematik relevant sind:

Begriff Bedeutung des Begriffs
Small Blind & Big Blind Hierbei handelt es sich um Pflichteinsätze, die die Pokerspieler an einem Tisch erbringen müssen. Small Blinds werden von den Spielern gesetzt, die direkt hinter dem Dealer sitzen. Big Blinds zahlen Spieler, die hinter dem Small Blind positioniert sind.
Level Hierbei handelt es sich um das Niveau der Blinds. Je höher die Blinds, desto höher der Level.
Mindset Mit diesem Begriff wird die Mentalität der Pokerspieler beschrieben. Während einige von ihnen eher vorsichtig spielen, sind andere vielfach risikofreudiger. Unterschiedliche Mentalitäten sind in jedem Level zu finden.
Downswing Dieser Begriff beschreibt eine länger anhaltende Periode, in der Spieler unabhängig von ihrer Spielweise Verluste machen.
Aggressives Spiel Als aggressiv wird die Spielweise eines Spielers bezeichnet, der häufig setz und die Einsätze seiner Gegenspieler erhöht. Solche Spieler callen Einsätze vergleichsweise selten.
Buy-In Einsatz, der für eine Teilnahme am Turnier oder an einem Cash Game erforderlich ist.

 

Was genau ist die Poker Bankroll?

Der Begriff Bankroll kommt aus dem Englischen und beschreibt ein Bündel zusammengerollter Geldscheine. Bevor es Online Poker gab, lagerten Spieler auf diese Weise die Geldbeträge, die beim Spielen auf den Tischen gestapelt wurden. Bankroll ist das Kapital, das uns beim Pokerspielen zur Verfügung steht. Wie viel Geld du zum Spielen einsetzt, solltest du dir gut überlegen und zwar unabhängig davon, ob du Einsteiger bist oder ein erfahrener Pokerprofi.

Dabei ist es nicht wichtig, ob du dein gesamtes Spielbudget auf einmal auf das Pokerkonto deiner Wahl einzahlst oder nach und nach. Wichtig ist vor allem, die Übersicht über deine Einsätze zu behalten.

Als Bankroll wird beim Poker das Kapital bezeichnet, das du zum Spielen einsetzt. Der Begriff stammt aus der Zeit, zu der die Spieler ihren Spieleinsatz in Form von zusammengerollten Geldbündeln mit sich trugen und auf dem Pokertisch aufstapelten.

Poker Bankroll Management – Denkansätze für Einsteiger

Sich mit den Faustregeln des Bankroll Managements vertraut zu machen, ist nicht so schwer, wie es vielleicht auf den ersten Blick wirken mag. An dieser Stelle wollen wir dir einige Tipps und Denkansätze vorstellen:

Fülle dein Pokerkonto ausreichend auf

Natürlich solltest du nicht deinen gesamten Arbeitslohn fürs Spielen einsetzen. Wenn du zu wenig investierst, kann es sein, dass du das gesamte Guthaben bei einer einzigen Hand verlierst. So sind die Poker Wahrscheinlichkeiten. Hast du nicht genügend Guthaben parat, kann dies Frust bedeuten und dir die Lust am Spielen verderben. Wie hoch das Spielguthaben im Optimalfall ist, hängt unter anderem von den erforderlichen Blinds an deinem Tisch ab. Doch dazu später.

Konservatives Spielen hat nichts mit wenig Mut zu tun

Es gibt sehr viele Beispiele dafür, dass Spieler mit einem aggressiven Spielweise bzw. aggressivem Bankroll Management erfolgreich sein können. Es gibt ebenso viele Beispiele dafür, dass die Strategie schief gelaufen ist. Durch konservatives, „tightes“ Spielen kannst du sehr erfolgreich sein. Das Wichtigste ist es, die Spielweise an den Tag zu legen, die zu dir passt. Dies kannst du nur mit reichlich Erfahrung und Austesten herausfinden.

Absteigen ist eine Möglichkeit

Hast du eine Zeitlang einen Downswing (eine Phase, in der es trotz richtiger Spielentscheidungen aufgrund von Pech schlecht für dich läuft), ist es keine Schande, zu einem Tisch mit niedrigeren Limits zu wechseln. Auf diese Weise hast du wieder ausreichend Polster für genügend Buy-Ins und bekommst mehr Zeit, um dein Kapital vermehren bzw. um den Downswing durchzustehen.

Dem Niveau der Mitspieler anpassen

Je höher die Limits, desto besser sind in der Regel deine Gegner. Für dich bedeutet das, dir bei einem Aufstieg entsprechende Strategien zu überlegen. An einem Low-Level-Tisch kann eine Strategie wunderbar funktionieren, während du an Tischen mit hohen Limits mit der gleichen Vorgehensweise auf die Nase fallen könntest.

Das Mindset ist wichtig

Selbst mit einer genügend hohen Bankroll kann es sein, dass du dich an einem High-Level-Tisch unwohl fühlst. Ist dies der Fall, kannst du mit Sicherheit kein A-Game realisieren. Als A-Game wird übrigens das individuell beste Spiel eines Spielers bezeichnet.

Die wichtigste Regel beim Bankroll Management: Setze niemals zum Spielen Geld ein, das du zum Leben bzw. für die täglichen Ausgaben benötigst!

Bankroll Management – Tipps auf einen Blick

  • Ausreichendes finanzielles Polster fürs Spielen ist unverzichtbar
  • Konservative Spieler können sehr erfolgreich sein
  • Bei einem Downswing ist Absteigen auf niedrigere Tischlimits eine Alternative
  • Jedes Limit-Niveau erfordert eine andere Strategie
  • Dein Mindset spielt ebenfalls eine wichtige Rolle beim Spielerfolg
  • Auf keinen Fall Level-Aufstieg, um Verluste wettzumachen

Es gibt durchaus einige Tipps und Tricks, mit denen du langfristig deine Erfolgsquote beim Pokern verbessern kannst. Natürlich hängt beim Pokern viel vom Zufall bzw. Kartenglück ab, aber du hast es in vielerlei Hinsicht selbst in der Hand, wie gut oder schlecht du dich behaupten kannst.

Bankroll Management beim Poker – Die richtige Herangehensweise

Jeder erfolgreiche Pokerspieler sieht die eigene Bankroll als eine Investition. Bei jeder Investition steht langfristig die Vermehrung des eigenen Kapitals an erster Stelle. Nur aus diesem Grund tätigt man überhaupt eine Investition. Im Normallfall ist jede langfristige Investition kurz- oder mittelfristigen Schwankungen unterlegen. So sollte jeder Investor reichlich Kapital anlegen, damit diese Schwankungen aufgefangen werden können, ohne dass der Investor bankrottgeht.

Spieler haben unterschiedliche Möglichkeiten, das Bankroll Management anzugehen. Ob besonders risikobereit, eher vorsichtig oder konservativ – jeder Spieler hat eine eigene Strategie, die für ihn persönlich am besten funktioniert. Nachfolgend wollen wir dir drei Bankroll-Management-Systeme ein wenig näher erklären.

Aggressives Bankroll Management

Spieler, die sich für eine aggressive Vorgehensweise entscheiden, spielen mit einer Bankroll von mindestens 10 Buy-Ins. Bei einer Bankroll ab 15 Buy-Ins fürs nächste Level ziehen sie einen Level-Aufstieg in Betracht. In Cash Games entspricht 1 Buy-In in der Regel 100 Big Blinds.

Konkret bedeutet das:

Tischlimits Minimale Bankroll Aufstieg ab
0,02€/0,05€ 50€ 150€
0,05€/0,10€ 100€ 375€
0,10€/0,25€ 250€ 750€
0,25€/0,50€ 500€ 1.500€
0,50€/1,00€ 1.000€

Zu den Vorteilen einer solchen Taktik gehört vor allem ein schneller Aufstieg in höhere Limits. Zu den Nachteilen zählt die Tatsache, dass sehr schnell ein großer Teil der eigenen Bankroll verloren gehen kann. Wer ein aggressives Bankroll Management realisieren möchte, sollte daher bereit und in der Lage sein, neues Kapital beizusteuern, wenn das bisherige verloren ist. Zudem sollte der Spieler über die Bereitschaft verfügen, immer wieder in niedrigere Limits zu wechseln, um erneut Kapital aufbauen zu können.

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Vorsichtige Vorgehensweise

Spieler, die ein vorsichtiges Bankroll Management realisieren, kalkulieren mit mindestens 30 Buy-Ins pro Level. Einen Aufstieg gehen sie dann an, wenn die Bankroll bei mindestens 40 Buy-Ins liegt.

In konkreten Zahlen sieht das so aus:

Tischlimits Minimale Bankroll Aufstieg ab
0,02€/0,05€ 1.500€ 4.000€
0,05€/0,10€ 3.000€ 8.000€
0,10€/0,25€ 6.000€ 16.000€
0,25€/0,50€ 12.000€ 24.000€
0,50€/1,00€ 18.000€

Als Vorteil ist die bessere Absicherung gegen Verlustperioden zu benennen ebenso wie die niedrigere Wahrscheinlichkeit, die gesamte Bankroll zu verlieren. Auf der anderen Seite die Bankroll-Entwicklung langsamer als bei der aggressiven Vorgehensweise und der Spieler wird länger in einem Level verbleiben, bis ein Aufstieg möglich ist.

Konservatives Bankroll Management

Hierbei gilt eine Mindest-Bankroll von 60 Buy-Ins für einen Level. Aufstieg in den nächsten Level wird bei einer Bankroll von mindestens 80 Buy-Ins vorgenommen.

Hierfür haben wir konkrete Beispiele:

Tischlimits Minimale Bankroll Aufstieg ab
0,02€/0,05€ 6.000€ 16.000€
0,05€/0,10€ 12.000€ 32.000€
0,10€/0,25€ 24.000€ 48.000€
0,25€/0,50€ 36.000€ 80.000€
0,50€/1,00€ 60.000€

Hier gilt eine sehr hohe Absicherung vor Varianz (Standardabweichungen, auch als Glück bzw. Pech bezeichnet). Hier tendiert die Wahrscheinlichkeit, das gesamte Geld zu verlieren, fast gegen Null. Das konservative Bankroll Management wird häufig von Spielern praktiziert, die von ihren Pokergewinnen leben und häufiger auscashen.

Jeder Spieler hat eine eigene Art, Bankroll Management zu realisieren. Einige gehen dabei sehr aggressiv vor und steigen mit wenigen Buy-Ins in Spiel ein bzw. ins nächste Level auf. Vor allem Profis, die ihren Lebensunterhalt mit dem Pokern bestreiten, legen eine konservative Vorgehensweise an den Tag, die weitaus mehr Absicherung gegen Varianz bietet.

Wie sieht Bankroll Management bei Turnieren aus?

Im Unterschied zu Cash Games zahlst du bei einem Turnier nur einen einmaligen Betrag und bekommst im Austausch dafür eine bestimmte Anzahl an Chips, die im Laufe des Turnierst einsetzt. Du kannst dich nach dem Totalverlust deiner Chips nicht wieder ins Spiel einkaufen sondern müsstest ein neues Turnier beginnen. Wie hoch das Guthaben bei Turnierspielern sein soll, lässt sich durch Empfehlungen und nicht durch konkrete Zahlen definieren.

Empfohlen wird häufig eine Bankroll von 30-50 Turnier-Buy-Ins. Das bedeutet, dass bei einem 10€ + 1€ Turnier 330€ bis 550€ an Spielguthaben verfügbar sein sollten. Es können Level- Aufstiege und Abstiege möglich bzw. notwendig sein.

Bei Turnieren gibt es eine Richtlinie, die Spieler bezüglich der Bankroll beachten sollten. Etwa 30 bis 50 Buy-Ins sollten bei einer nachhaltigen und vernünftigen Vorgehensweise mindestens an Guthaben vorhanden sein.

Fazit: Vernünftiges Bankroll Management ist unerlässlich

Kein langfristig erfolgreicher Pokerspieler kommt ohne ein gutes und effektives Bankroll Management aus. Im Grunde beschreibt Bankroll Management den Umgang mit dem Geld aus, das fürs Spielen zur Verfügung steht. Je nach Level eines Pokertisches sollte fürs Spielen ein ausreichend hoher Betrag bereitstehen, sodass Verlustperioden ohne kompletten Bankrott überstanden werden können. Dabei gibt es unterschiedliche Herangehensweisen beim Verwalten des Kapitals.

Wer ein aggressives Bankroll Management realisiert, steigt mit weniger Kapital ein als jemand, der eine konservative Vorgehensweise an den Tag legt und steigt auch schneller ein Level höher auf. Je aggressiver jemand spielt, desto schneller kann sich die Bankroll entwickeln – und zwar sowohl zum Positiven als auch zum Negativen. Nur mit Erfahrung und durchs Austesten kannst du herausfinden, welche Strategie für dich am ehesten in Frage kommt und im Laufe der Zeit lässt sich eine individuelle Taktik entwickeln.

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