Poker Strategie Sit and Go: Erst passiv und dann aggressiv spielen

Sit and Go Turniere (kurz SNG) finden mit vergleichsweise wenigen Fischen statt. Das Turnier startet, sobald sich die Mindestanzahl für das Turnier eingefunden hat. Vom Charakter her sind die SNGs wie ein klassisches Pokerturnier und erfordern eine Strategie, um siegreich am Finaltisch zu sein, wie unzählige Erfahrungsberichte zeigen. Stacks und Blinds sollten hier allerdings etwas anders genutzt werden. Wie? Und was ist eine Poker Strategie Sit and Go Shorthand? Hier gibt es die Antworten.

Poker Strategie für SNGs in der Übersicht:
  • Spieler genau analysieren

  • In Startphase tight spielen

  • Blinds so lange wie möglich sichern

  • In Anfangsphasen nur starke Hände spielen

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Was ist der Charakter eines SNGs?

Bei den Sit and Go Turnieren geht es in jeder Online Poker App eher familiär zu. Den Spielern stehen wenige Tische zur Verfügung, sodass sie ihre Mitspieler deutlich besser einschätzen können. Hat sich die Mindestteilnehmerzahl registriert, geht das Turnier sofort los. Die Spielweise bei den SNGs unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von der bei größeren Wettkämpfen. Anders hingegen sieht es beim Bankroll aus: Blinds-Intervalle und Stacks sollten angepasst werden. In den verschiedenen Phasen des Turniers sollten die Spieler ihr Pokerverhalten anpassen, um am Ende am Finaltisch zu sitzen und bestenfalls den Pot mitzunehmen. Was dabei zu beachten ist, erfahren sie hier.

Startphase:  Tight spielen und Blinds sichern

In der Startphase sind die Blinds äußerst tief. Hier ist es wichtig, dass die Spieler möglichst wenig Verluste verkraften müssen. Bestenfalls gelingt das, wenn sie während der ersten 4 Blinds-Level tight agieren. Nur, wer eine gute Starthand hat, sollte diese spielen. Unnötige Risiken können zu einem Blinds-Verlust führen und damit wäre die Grundlage für einen soliden Stack für das ganze Turnier zunichtegemacht. Prädestiniert für eine gute spielende Starthand sind die Kombinationen

  • AK
  • QQ
  • AA
  • KK

Haben die Spieler ein solches Blatt, müssen sie dies bestmöglich ausnutzen. Hier bietet sich die aggressive Spielweise an. Wenn ein AK auf der Hand liegt, sollten die Spieler Minimum auf den 3-fachen Big Blind erhöhen. Die Continuation Bet muss die Hälfte des Pots betragen. Stoßen die Spiele auf Widerstand, müssen sie folden. Liegen Suited Connectors oder tiefe Pocket Paare auf der Hand, können die Spieler sie limpen. Wird der Flop verfehlt, sind Bluffs nicht ratsam. Hier sind Spieler besser beraten, wenn sie folden.

Poker Strategie Sit and Go

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Callen bei Draws vermeiden

Viele Spieler neigen dazu, gerade in der Anfangsphase bei einem Flush Draw oder Straight Draw zu callen. Das kann allerdings einen hohen Chipverlust mit sich bringen. Die solide Grundlage für den weiteren Verlauf des Turniers wäre zunichte gemacht. Hier sollten die Spieler darauf achten, dass sie Ruhe bewahren und keine zu aggressiven Aktionen wagen. Das Halten von Chips ist hier die Devise, um nicht am Ende den Poker Bonus ohne Einzahlung aufs Spiel zu setzen.

Mittelphase: Nur bei guten Händen setzen

In dieser Phase hat sich die Zahl der Spieler bereits dezimiert. Meist sind nur noch bis zu 7 Spieler am Tisch übrig. Gerade das macht den Unterschied der SNGs gegenüber eines größeren Turnieres aus. Die Plätze der ausgeschiedenen Spieler bleiben unbesetzt und werden nicht mit neuen Spielern gefüllt. Durch die geringere Anzahl der Pokerspieler am Tisch können die Spieler weitere Starthände gut spielen. Zu ihnen zählen

  • KT
  • AJ
  • AT
  • AQ
  • KQ
  • QJ

Auch, wenn die Auswahl deutlich größer ist, sollten die Spieler ihrer vorher gesetzten Strategie treu bleiben. Es empfiehlt sich, tight zu spielen. Bei Händen, bei denen der Chipleader oder die größeren Stacks involviert sind, sollten sich die Spieler zurückhalten. Hier versuchen die Mitspieler Blinds-Steals. Callen ist erlaubt, aber nur, wenn das Blatt wirklich gut oder maximal mittelmäßig ist. In der mittleren Phase sind die Blinds noch gering. Die Spieler sollten ihre Chips nur dann setzen, wenn wirklich gute Hände im Spiel sind. Ist die eigene Hand besonders gut, bietet sich die aggressive Spielweise an. Gerade in der mittleren Phase ist es wichtig, dass mit einer guten Hand wahlweise aggressiv gefoldet oder erhöht wird. Wer unsicher callt, sollte das lassen. All-Ins vor einem Flop sollten gemieden werden. Ausnahme bildet hier nur eine siegessichere Hand, wie beispielsweise KK, QQ oder AA.

In der ersten Phase sollten die Spieler vor allem tight spielen und ihre Blinds sichern. In der mittleren Phase sollten nur gute Hände genutzt werden, um den Stack zu schützen.

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Bubble: Blinds stehlen ist die Devise

Diese Phase verlangt starke Nerven, Ruhe und Geduld. Hierbei geht es um das Spiel für den letzten Platz, der keinen Gewinn ausgezahlt bekommt. Kein Spieler will als Vierter den Tisch verlassen. In der Bubble-Phase sitzen lediglich 4 Spieler am Tisch, was nicht nur den Druck erhöht, sondern für eine bessere Lesbarkeit der einzelnen Spieler sorgt. Die meisten Spieler agieren in dieser Phase eher zurückhaltend und vorsichtig. Wenn sie während des Spielverlauf auf den Plätzen 1 bis 3 liegen, nehmen sich gerade diese Spieler besonders zurück, da sie nicht auf dem undankbaren vierten Platz fallen möchten.

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Ins Visier sollten die Spieler vor allem den Gegner auf dem dritten Platz nehmen. Gerade er hat besonders viel zu verlieren. Mit einer aggressiven Angriffstaktik kann er attackiert werden, um die eigene Position zu stärken und Blinds zu stehlen. Hierfür bietet es sich an, etwas zu wagen und zu erhöhen, wenn die Starthand nur mittleres Niveau hat. Spieler, die in der Bubble-Phase auf dem vierten Platz liegen, haben nicht viele Optionen. Sie können mit einem guten Blatt All-In gehen und auf einen Erfolg offen.

Finalphase: Zum loosen Stil wechseln & Blinds stehlen

In der finalen Phase befinden sich alle Spieler bereits in der Gewinnzone. Jeder bekommt bereits einen sicheren Gewinn, sodass die Risikobereitschaft deutlich zunimmt. Hiermit ändert sich der Spielcharakter der Züge. Meist findet in der Finalphase von Everest Poker & Co ein Wechsel zum loosen Stil statt. Die Spieler werden deutlich aggressiver und raisen Pre Flops. Nun beginnen sie zu Bluffen. Dieses Vorgehen verwirrt die Mitspieler, denn der Wechsel von einem tighten zu einem deutlich aggressiveren Spiel stiftet Verwirrung bei den anderen Spielern am Tisch. Wirst Du geraised, hat das ein Folden zur Folge. Beim Heads Up müssen Spieler die Ruhe bewahren. Hier gilt es, den Gegnern so wenig Chips wie möglich zu überlassen. Solide Pocket Cards sollten slow gespielt werden, um dem Gegner eine Falle zu stellen und Blinds zu stehlen.

Regeln eines SNGs in der Übersicht

Generell spielen hier nur wenige Spieler, meist sind es 10 Personen. Im Gegensatz zu größeren Turnieren beträgt die Dauer des SNGs weniger lang. Meist ist es eine Stunde. Mit der Zahlung des Buy-In erhalten die Spieler ihre Chips und starten. Die Plätze 1 bis 3 sind im Gewinn und erhalten einen prozentualen Anteil vom Pot. Meistgespielt sind die Texas Hold’em SNGs. Wie funktionieren sie und welche Regeln gibt es beim Texas Hold’em?

  • Kartendeck mit 52 Karten
  • zwei verdeckte Karten zu Beginn
  • 4 Runden zum Setzen

1. Blind Bet wird gesetzt

Ein Spieler fungiert während der Partie als Dealer und die 2 aufeinanderfolgenden Spieler nach ihm werden gezwungen, ihren Einsatz zu machen. Hier gibt es Small Blinds und Big Blinds.

Small Blinds muss der Spieler zahlen, der direkt neben dem Dealer setzt. Die doppelte Anzahl, die Big Blinds, muss der Spieler neben ihm auf den Tisch werfen. Mit jeder Runde wechselt die Position des Dealers, sodass jeder Spieler diese einmal innehat. Im Turnierverlauf erhöhen sich die Blinds.

2. Karten Deal: Start der Runde

Die Spieler erhalten 2 Karten, die verdeckt sind. Damit beginnt die Runde. Das Setzen erfolgt im Uhrzeigersinn und beginnt mit dem Spieler, der auf der Position der Small Blinds sitzt. Die Spieler haben verschiedene Möglichkeiten, um ihr Spiel zu machen. Dazu zählen:

  • Call
  • Raise
  • Fold
  • Bet

Was müssen die Spieler bei den einzelnen Zügen tun?

  • Call: hat ein Spieler gesetzt, muss der Spieler nach ihm gleichziehen, um die Bets auszugleichen
  • Raise: die Spieler erhöhen die Chips im Pot; Mitspieler können beim Raise folden oder mitgehen
  • Fold: Karten werden verworfen und Spieler steigt aus
  • Bet: Chips werden in den Pot gesetzt, wenn noch niemand einen Einsatz getätigt hat

3. Zweite Setzrunde + Flop

Jetzt werden 3 Karten auf dem Pokertisch aufgedeckt. Dies wird als „Flop“ bezeichnet. Nutzbar sind die Karten vom Einmischen. Aus dem Grund werden sie als „Community Cards“ bezeichnet. Mit diesem Schritt beginnt die zweite Setzrunde. Sie verläuft ähnlich, wie die erste Runde. Allerdings ändert sich der beginnende Spieler. Jetzt startet der Spieler, der linksseitig des Dealers sitzt.

4. Dritte Setzrunde + Turn

In der dritten Setzrunde wird eine zusätzliche Community Card aufgedeckt. Sie wird als „Turn“ bezeichnet. Der Ablauf der dritten Runde ist identisch mit den beiden Vorhergehenden.

5. Finale Runde + River

Jetzt wird die letzte Community Card aufgedeckt. Sie lautet „River“. Die letzte Setzrunde beginnt.

6. Finale

Nun legen alle Spieler ihre Karten offen auf den Tisch. Jetzt entscheidet sich, wer die beste Hand hat und als Sieger das Turnier beendet.

Welche Pokerhände gibt es beim SNG?

Bezeichnung Karten
Royal Flush A, K, Q, J, 10
Straight Flush 7, 8, 9, 10, J
Four of a Kind 9, 9, 9, 3
Full House 6, 6, 6, 3, 3
Flush 2, 7, J, A, 4
Straight 3, 5, 5, 6, 7
Three of a Kind 8, 8, 8, 2, 10
Two Pairs Q, Q, 5, 2, 5
One Pair K, K, 7, 2, K, J
High Card Q, 7, 5, 3, 10

 

Fazit: SNGs zum Lernen und Strategie testen nutzen

Bei den SNGs sollten sich die Spieler gerade am Anfang etwas passiver verhalten und nur die besten Hände spielen. Gepaart mit ein wenig Geduld und spielerischer Erfahrung kann das zum Erfolg führen. Gute Spieler können mehrere SNGs parallel spielen. Ist die Anfangsphase überschritten und die Zahl der Mitspieler dezimiert, sollte die Taktik ein wenig geändert werden. Von der passiven Strategie sollten die Spieler wechseln und loose spielen. Erst in der finalen Phase bietet sich ein Tritt auf das Gaspedal an, sozusagen zum Poker Strategie Sit and Go turbo überzugehen. Mit einem hohen Stack können die Spieler aggressiver agieren. Ziel sollte es hier sein, Spiele bei PokerStars erfolgreich zu bestreiten und unter die besten 3 und damit zum Geld zu kommen.

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