Poker Wahrscheinlichkeiten & wie du sie zu deinen Gunsten nutzt!

Willkommen in der Welt der Poker Strategien. Im nachfolgenden Artikel wollen wir uns ausführlich mit den Wahrscheinlichkeiten beim Poker befassen. Das Wissen um sogenannte Outs und Odds gehört zu den unverzichtbaren Grundlagen, die jeder erfolgreiche Poker Spieler kennen muss.

Die folgenden Ausführungen sind zwar besonders für unerfahrene Pokerspieler gedacht, dennoch solltest du dich zum besseren Verständnis vorab mit den Grundlagen des Pokerns befasst haben. Viele nützliche Informationen bekommst du beispielsweise im Rahmen des Artikels „Spielregeln für Texas Hold’em“. Hast du dir die Basics angeeignet, dann lernst du nun, wie du das Wissen um die Wahrscheinlichkeiten im Poker Alltag zu deinem Vorteil einsetzen kannst.

Poker Wahrscheinlichkeiten: Wichtiges in der Übersicht:
  • Als Outs werden Karen bezeichnet, die aus einem Draw eine Made-Hand machen
  • Ein Draw sagt aus, dass eine „unfertige“ Hand mit der/den richtiger/n Karte/n vervollständigt wird
  • Versteckte Outs werten die Hand des Gegenspielers ab
  • Bei Discounted Outs handelt es sich um Karten, die dem Gegner den Sieg bringen würden
  • Odds sind Wahrscheinlichkeiten, mit denen einer der Outs tatsächlich getroffen wird

Jetzt den besten Poker Bonus finden

Odds & Outs – Begriffserklärung für Einsteiger

Bevor wir tiefer in die Materie einsteigen, wollen wir dir zunächst erklären, was es mit den Odds & Outs überhaupt auf sich hat. Dies gelingt am besten anhand eines Beispiels:

Der Flop liegt auf dem Tisch und mit den fünf Karten, die du nun vor dir hast, liegst du aller Voraussicht nach hinten, denn du hast noch keine starke Kombination zusammenbekommen. Du hast allerdings einen Draw und es kann sein, dass die Turn- oder die River-Karte die Wendung bringt und dir zu einer gewinnbringenden Kombination verhilft. Als Draw wird ein unvollständiges Pokerblatt bezeichnet, bei dem eine oder zwei Karten fehlen, um es zu vervollständigen.

Beispiele für einen Draw:

  1. Spieler: J + 8 Flop: 10 + 7 + 3

Dieser Spieler hat einen Straight Draw. J, 10, 8 und 7 sind vorhanden und es fehlt nur noch die 9, um die Straße zu vervollständigen.

  1. Spieler: K + J Flop: 10 + 3 + 5

Hier liegt ein Flush Draw auf dem Tisch. Eine weitere Karte mit der Farbe Kreuz ist zum Vervollständigen notwendig.

In einem solchen Fall stehst du vor der Entscheidung, weiterzuspielen oder deine Karten wegzuwerfen. An dieser Stelle kommen Outs & Odds ins Spiel. Als Out wird eine Karte bezeichnet, die aus einem Draw eine „made“-Hand macht. Ein Draw gilt als umso stärker, je mehr Outs es gibt, die diesen vervollständigen.

Hast du beim Turn oder River eine solche Hand bekommen, heißt es, du hast ein „Out getroffen“.  Als Odds werden die Poker Wahrscheinlichkeiten bezeichnet, mit denen die Outs getroffen werden. Mit Hilfe dieser beiden Größen kannst du lernen auszurechnen, ob es sich lohnt einen Einsatz zu bezahlen oder ob es eher angebracht ist, die Hand wegzuwerfen.

Als Outs werden die Karten bezeichnet, die dem Spieler dabei helfen, eine Hand zu bilden, die besser als die des Gegners ist. Als Odds werden die Wahrscheinlichkeiten bezeichnet, mit denen die Outs tatsächlich kommen.

So berechnest du die Outs

Outs sind alle Karten im Deck, die deine Hand so verbessern, dass du mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Showdown als Gewinner hervorgehst. Hier helfen einige Praxisbeispiele beim Verstehen der Berechnung:

Beispiel 1:

  • Deine Hand sieht folgendermaßen aus: A + J♠.
  • Auf dem Tisch liegen die folgenden Karten: 6♠ + 3♠ + 10

 

Du hast einen Flush-Draw. Jedes Pik würde dir helfen, die Hand zu vervollständigen. In diesem Fall würdest du als Sieger hervorgehen, wenn kein anderer Spieler einen Full House oder mehr hat. Da aktuell kein Paar auf dem Flop liegt, kann kein anderer Spieler zu diesem Zeitpunkt einen Full House haben.

Von jeder Farbe (Pik, Kreuz, Herz und Karo) gibt es genau 13 Karten im Deck. Zwei Pik-Karten hast du bereits in der Hand und zwei weitere liegen auf dem Tisch. Übrig bleiben noch neun Pik-Karten (Im Deck oder beim Gegner). Diese neun Karten sind deine Outs.

Beispiel 2:

  • Deine Hand sieht folgendermaßen aus: J + 10
  • Auf dem Tisch liegen die folgenden Karten: K + Q + 6

 

Hier liegt nach dem Flop eine Straight Draw. Jede 9 und jedes A helfen dir, deine Hand zu vervollständigen. Insgesamt gibt es vier neunen und vier Asse. In diesem Fall hast du acht Outs. Fehlt dir nicht an beiden Enden sondern in der Mitte der Straight eine Karte, hast du vier Outs.

Beispiel 3:

  • Deine Hand sieht folgendermaßen aus: 7 + 7
  • Auf dem Tisch liegen die folgenden Karten: 7 + 3 + J

 

In diesem Fall hast du bereits einen Drilling bekommen. Da auf dem Flop drei Pik-Karten liegen, kann es sein, dass dein Gegenspieler einen Flush erzielt hat. Oder auf einen wartet. Einen Flush könntest du mit einem Full House oder einem Vierling überbieten. Fürs Full House benötigst du einen von den drei Jacks oder eine der drei restlichen Zweien.  Für einen Vierling ist die eine weitere Sieben notwendig. Insgesamt hast du hier 7 Outs.

Outs sind nicht schwer zu berechnen. Das Wissen darum, wie viele Karten einer bestimmten Sorte und Farbe im Deck sind, sind bei dem Ausrechnen essenziell.  Es gilt herauszufinden, welche Karten für die Handbildung benötigt werden und die restliche Anzahl im Deck zu zählen.

Besonderheiten: Versteckte Outs

Auf diese Karten wollen wir ein wenig näher eingehen. Als versteckte Outs werden Karten bezeichnet, die zwar nicht das eigene Blatt aufwerten, aber die Hand des Gegners abwerten können.

Beispiel 1:

  • Deine Hand sieht folgendermaßen aus: A + A
  • Dein Gegner hat folgende Karten auf der Hand: 7 +6  
  • So sieht das Board aus: 10 + K + 6 + 7

 

Du hast ein Paar auf der Hand und dein Gegner hat nach der Turn-Card sein zweites Pärchen bekommen. Dir würden in diesem Fall nicht nur die beiden verbleibenden Asse helfen, sondern auch einer der restlichen drei Könige oder eine der drei Zehnen. Mit einem weiteren As hättest du einen Drilling. Eine zehn oder ein König würden dir ein zweites Pärchen bescheren. Damit hättest du ebenso wie dein Gegner zwei Paare. Allerdings wären deine Paare höher als die deines Gegenspielers.

Beispiel 2:

  • So sieht deine Hand aus: A + K
  • Diese Karten hat dein Gegenspieler: 3 + 3
  • Diese Karten liegen in der Mitte des Tisches: J + J + 6 + 5

Hier würden dir drei Könige und drei Asse zum Sieg verhelfen, indem sie ein höheres zweites Paar bilden. Auch jede weitere fünf oder sechs ist dir bei der Handbildung behilflich. Kommt eine fünf oder eine sechs, liegen zwei Paare in der Mitte des Tisches, die beide höhe sind als die Dreien, die dein Gegner auf der Hand hat. In diesem Fall würde der Kicker als fünfte Karte entscheiden. Mit dem As, den du als Kicker auf der Hand hast, würde der Pot beim Showdown dir gehören.

Bei versteckten Outs handelt es sich um eine Unterart der Outs. Versteckte Outs sind Karten, die nicht direkt deine Hand aufwerten. Sie sind dazu da, um die Hand des Gegenspielers zu schwächen. Dies ist beispielsweise bei Situationen mit zwei Pärchen der Fall.

Besonderheiten: Discounted Outs

Die Berechnung der Discounted Outs erfolgt meist durch fortgeschrittene Spieler. Diese nehmen es nämlich nicht einfach als gesichert hin. Profis schauen sich nicht nur ihre eigenen Karten an, sondern stellen sich ständig die Frage, welche Karten der Gegner in der Hand hält und ob die Outs für den Gegenspieler vielleicht noch eine bessere Kombination bedeuten würden.

Wir wollen das Ganze anhand eines Beispiels veranschaulichen:

  • Deine Hand sieht folgendermaßen aus: J + 10
  • Auf dem Tisch liegen die folgenden Karten: K + Q + 6

Du hast hier wie im oberen Beispiel eine Straight Draw. Errechnen kannst du dir in dieser Situation acht Outs (4×9 und 4xA). Was würde passieren, wenn einer der Mitspieler zwei Herzen auf der Hand hat? Damit würde dieser einen Flush Draw haben. Dies bedeutet, dass die Herz 9 und das Herz As nicht für dich sondern für deinen Gegner den Sieg bedeuten würden. In diesem Fall müsstest du zwei Outs von den acht Outs abziehen.

Tipp: Es ist empfehlenswert, beim Abziehen (Discount) der Outs lieber ein wenig pessimistischer vorzugehen und lieber zu viele Karten abzuziehen als zu wenige.

Bei den Discounted Outs handelt es sich um Karten, die dir helfen, aber deinem Gegenspieler noch weitaus mehr helfen würden. Diese Karten sin von deinen Outs anzuziehen.

Die Top 5 Poker Boni in unserem Test

Poker Room Testurteil Bonus Software Gutschein einlösen
1. 888 Poker
10/10
bis 400 Euro
+ Free Tickets
Igt *****Einlösen
2. Ladbrokes
9/10
1.500 Euro
Playtech *****Einlösen
3. William Hill Poker
9/10
1.500 Euro
Playtech *****Einlösen
4. NetBet Poker
9/10
bis 1500 Euro
+ Free Tickets
Playtech *****Einlösen
5. TonyBet Poker
9/10
bis zu 2000 Euro
+ Free Tickets
Greentube *****Einlösen
X
Ihr Code:
Das Gutscheinangebot hat sich bereits in einem weiteren Fenster ihres Browsers geöffnet. Sollte dies nicht der Fall sein, lässt sich der Gutschein auch über den folgenden Link abrufen:
Direkt zum Anbieter

So berechnest du die Odds

Odds geben die Wahrscheinlichkeit an, mit der du eines der Outs treffen wirst, den du benötigst. Um Odds auszurechnen gehst du folgendermaßen vor:

  1. Berechne die Outs, die du benötigst, um aus deinem Draw eine Made-Hand zu machen.
  2. Teile die Anzahl deiner Outs durch die Anzahl der Karten, die dir noch unbekannt sind.

Wenn du bei einem Flush Draw nach dem Flop noch neun Outs hast, dann sieht die Rechnung folgendermaßen aus:

Zwei Karten hast du auf der Hand, drei liegen auf dem Tisch. Da das Kartendeck insgesamt 52 Karten enthält, bleiben als noch 47 Karten, die auf dem Turn kommen könnten.

9 Outs / 47 mögliche Karten = 0,19 = 19% ~ 4 zu 1.

Die Chance, dass du einen Flush bekommst, liegt bei 4 zu 1.

Um die Odds zu berechnen, musst du die Anzahl deiner Outs durch die Anzahl der übrigen Karten im Deck teilen. Daraus ergibt sich die Wahrscheinlichkeit, mit der du deine Wunschkarte bekommen wirst.

Pot Odds – Lässt sich deine Hand profitabel spielen?

Bei den Pot Odds handelt es sich um einen Wert, der das Verhältnis vom möglichen Gewinn zur Höhe des erforderlichen Einsatzes definiert. Daher helfen dir die Pot Odds weiter, wenn du vor der Entscheidung stehst, einen Bet bzw. Raise zu zahlen oder deine Karten wegzuwerfen. Hierzu vergleichst du einfach die Odds mit den Pot Odds.

Dazu beziehen wir uns auf das oben beschriebene Beispiel. Die Odds für den Flush liegen bei 4 zu 1. Der Einsatz, den es zu bringen gibt, liegt bei 2 Euro. Der Potwert beträgt 8 Euro und zwar vor dem Bet. Dies bedeutet, dass du 10 Euro gewinnen würdest bzw. 12 Euro, wenn du den Einsatz zahlst.  Schaust du dir die Wahrscheinlichkeit von 4 zu 1 an, bedeutet das, dass du in einem von fünf Fällen 12 Euro gewinnen würdest und bei den anderen vier Fällen 2 Euro verlierst.

Viermal 2 Euro Verlust macht einen Verlust von 8 Euro aus und einmal einen Gewinn von 10 Euro. Das macht einen Reingewinn von 2 Euro. Das bedeutet, dass es sich in dem oben beschriebenen Beispiel und in jeder anderen ähnlichen Situation lohnt, den Einsatz zu bezahlen.

Pot Odds geben das Verhältnis zum möglichen Gewinn zum erforderlichen Einsatz wieder, womit sie als Kosten-Nutzen-Verhältnis bezeichnen werden.

Pot Odds = Gewinn zu erforderlicher Einsatz

Im Beispiel liegt der Pot bei 8 Euro und hinzukommen noch die 2 Euro, die dein Gegenspieler setzt. Dies macht einen Gewinn von 10 Euro. Du müsstest ebenfalls 2 Euro zahlen, um die nächste Karte zu sehen. 10 Euro zu 2 Euro oder 5 zu 1.

  • Deine Odds: 4 zu 1
  • Deine Pot Odds: 5 zu 1

Es gilt die folgende Regel: Sind die Pot Odds höher als die Odds, wirst du langfristig bei dieser Situation einen Gewinn machen.

Die Pot Odds sagen etwas darüber aus, ob es sich lohnt einen bestimmten Einsatz zu zahlen. Pot Odds werden den Odds gegenübergestellt. Sind die Pot Odds größer als die Odds, lohnt es sich, den Einsatz zu zahlen.

Fazit: Outs und Odds als unverzichtbare Grundlagen

Egal ob du an einem Cash Game teil nimmst oder an einem Turnier – das Wissen um bestimmte Poker Grundlagen macht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg aus. Outs und Odds gehören zu diesen Basics, auf die kein erfolgreicher Spieler verzichten kann. Outs sagen etwas darüber aus, wie viele Karten dir bei einem Draw zum Sieg weiterhelfen würden. Die Odds sagen etwas darüber aus, wie hoch die Chancen stehen, dass eine dieser Karten im Spiel kommt. Pot Odds stellen den Kosten-Nutzen Wert dar. Diese Größen zu kennen, sie ausrechnen zu können und sie miteinander in Bezug zu stellen, sichert dir langfristig mehr Gewinne als Verluste.

Jetzt den besten Online Poker Anbieter finden

Teilen:
Facebooktwittergoogle_plus