Pokervarianten & Limits: Alles über die Vielfalt von Poker nur hier!

Die meisten Menschen denken beim Pokern in erster Linie an die Variante Texas Hold’em, dabei hat Poker noch sehr viel mehr zu bieten. Mit den Spielregeln von Texas Hold’em haben wir uns im Rahmen eines Artikels bereits ausführlich befasst. In diesem Artikel wollen wir uns vor allem mit der Vielfalt dieses Kartenspiels auseinandersetzen. Wir zeigen dir die wichtigsten Pokervarianten & Limits, versorgen dich mit Wissenswertem zu den einzelnen Varianten und befassen uns mit der Geschichte dieses weltweit beliebten Spiels.

Pokervarianten & Limits in der Übersicht:
  • Die meisten Poker Varianten können in der No-Limit-, Limit- und Pot-Limit-Version gespielt werden

  • Omaha gehört neben Texas Hold’em zu den beliebtesten Varianten

  • Bei HORSE und HOSE Poker handelt es sich um Mixed-Games-Poker-Varianten

  • Nicht bei jeder Pokervariante gewinnen die höchsten Kartenkombinationen

  • Nicht bei jeder variante sind die Wertigkeiten der Karten gleich

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Ein wenig zur Geschichte des Pokers – Wie alles begann

Die Wurzeln des Pokerspiels reichen etwa 400 Jahre in die Vergangenheit. Zu den Vorläufern der Pokervarianten wie wir sie kennen, gehört das Spiel „Poch“ bzw. „Poque“ (frz.), das bereits im Jahr 1440 in Deutschland und Frankreich gespielt wurde. Nicht nur dieses Spiel gilt als Vorläufer der heutigen Pokervarianten – auch das Spiel „Primero“, das im 16. Jahrhundert gespielt wurde zählt zu den Vorgängern des Pokers. Weitere Einflüsse sind in den Spielen „Brag“, „Bouillote“ sowie „Belle, Fluß und Einunddreißig“ zu finden.

Der Name Poker leitet sich von der englischen Bezeichnung für „pochen“ (poke)ab. Im Jahr 1829 wurde das Spiel von französischstämmigen Siedlern in die USA bzw. nach New Orleans gebracht. Zu der damaligen Zeit wurde das Spiel mit lediglich 20 Karten gespielt und die Spieler setzten auf die vermeintlich beste Hand. Nach und nach breitete sich die Begeisterung für das Spiel im gesamten Land aus. Mitte des 19. Jahrhunderts, als sich Poker in den USA verbreitet hatte, wurde die Einheitliche Spielvariante mit 52 Karten eingeführt.

Beim Poker handelt es sich um ein Spiel mit langer Tradition. Bereits vor 400 Jahren wurden Vorläufervarianten dieses Spiels gespielt. Viele andere Kartenspiele hatten Einfluss auf Poker und erst Mitte, Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Variante eingeführt, die wir bis heute kennen.

No Limit, Pot Limit, Fixed Limit & Cap – Auf die Einsätze kommt es an

Bevor wir uns im Detail mit den einzelnen Pokervarianten befassen, wollen wir die allgemeine Unterscheidung der Spiele ein wenig näher erläutern. Fast jede Variante kann in einer der nachfolgend beschriebenen Form gespielt werden und jeder Spieler hat in dieser Hinsicht ganz eigene Vorlieben. Sowohl bei Cash Games als auch in Turnieren sind die Limit-Varianten zu finden.

Die Unterschiede beziehen sich immer auf die Höhe der Einsätze, die im Laufe der Spiele platziert werden können und sind nicht schwer zu verstehen:

  • No Limit Poker: No Limit Spiele zeichnen sich dadurch aus, dass den Spielern keine Beschränkungen auferlegt werden, wie hoch die von ihnen platzierten Einsätze sein dürfen. So kannst du mindestens den Big Blind und maximal all deine Chips setzen.
  • Pot Limit Poker: Die Maximaleinsätze sind auf die aktuelle Pot Größe beschränkt. Liegen 100 Euro auf dem Tisch, kannst du maximal 100 Euro setzen. Hat dein Gegenspieler bereits geraised, wird dessen Einsatz zur Pot-Höhe hinzugezählt.
  • Fixed Limit Poker: Bei solchen Spielen sind die Einsätze, die bei jedem Durchgang möglich sind, fest definiert. In der Regel wird als Grundlage die Höhe der Blinds gewertet.
  • Cap: Bei dieser Spielvariante sind nicht die Höhe der Einsätze definiert sondern die Höchstanzahl der Erhöhungen pro Setzrunde. Oftmals ist die Anzahl auf 3 oder 4 Erhöhungen begrenzt. Häufig ist es der Fall, dass die Beschränkung aufgelöst wird, wenn nur noch zwei Kontrahenten in einer Hand verbleiben.

Jede Pokervariante wird in mehrere Unterarten aufteilt. Die Unterschiede sind dabei in dem Umgang mit der Einsatzhöhe zu finden. So wählt der Spieler beim No Limit Poker die Höhe seiner Einsätze selbst, während diese beim Fixed- Limit- und beim Pot-Limit-Poker nach oben hin begrenzt ist.

Omaha Poker – Spannende Pokervariante

Bei Omaha Poker handelt es sich um eine beliebte Variante, die von Texas Hold’em abgeleitet wurde. Zu Beginn bekommt jeder Spieler vier anstatt zwei Karten, die nur ihm gehören und die nur er sehen darf (Hole Cards). Wie bei Texas Hold’em werden nach und nach fünf Karten in der Mitte des Tisches ausgelegt (Board). Die Spieler bilden aus zwei ihrer vier Karten und aus drei der fünf Gemeinschaftskarten die beste Hand. Dabei sind die Wertigkeiten dieselben, die du bei Texas Hold’em findest.

Spielregeln von Omaha

Die Abläufe der Setzrunden kennst du von Texas Hold’em Poker. Vor und nach dem Flop, nach dem Turn und nach dem River gibt es eine Setzrunde und dabei kann ein Spieler setzen, mitgehen, erhöhen oder passen. Die No-Limit-, Fixed-Limit- und Pot-Limit-Varianten verfügen über einige Besonderheiten:

  • Pot Limit Omaha: Hier kannst du mindestens den Big Blind setzen. Die Mindesterhöhung muss dem Betrag des vorherigen Einsatzes entsprechen. Was die maximale Erhöhung angeht, so liegt diese bei der Höhe des aktuellen Pots plus die Einsätze der anderen Spieler, die aktuell auf dem Tisch liegen. Einen Cap gibt es bei dieser Spielvariante nicht.
  • No Limit Omaha: Hier setzt du ebenfalls mindestens den Big Blind. Nach oben hin sind bis hin zum All-In keine Grenzen gesetzt. Es gibt keinen Cap beim No Limit Omaha.
  • Fixed Limit Omaha: In den Pre-Flop und den Flop-Runden richten sich die möglichen Einsätze bzw. Erhöhungen nach der Höhe der Big Blinds. In einer Setzrunde kannst du maximal vier Mal einen Einsatz platzieren bzw. erhöhen.

Omaha Hi/Lo – Nicht nur die höchsten Hände gewinnen

Bei der Hi/Lo Variante des Omaha Spiels wird der Pot zwischen der höchsten und der niedrigsten Kombination aufgeteilt. Du kannst versuchen, aus deinen vier Hole Cards und den drei der fünf Gemeinschaftskarten dein Spiel zu bilden. Neben den drei oben beschriebenen Limit-Varianten, gibt es beim Omaha Hi/Lo sogenannte Mixed-Limit-Spiele. Hierbei werden abwechselnd Fixed-Limit- und Pot-Limit-Runden gespielt.

Bei Omaha handelt es sich um eine Pokervariante, die Texas Hold’em Poker ähnelt. Die Spieler bilden die höchsten Kombinationen aus den fünf Gemeinschaftskarten und vier Handkarten. Es gibt sowohl Fixed- als auch Pot- und No-Limit Varianten von Omaha. Interessant ist die Hi/Lo Version, bei der das niedrigste Blatt gewinnt.

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Seven Card Stud Poker – Der Klassiker

Seven Card Stud Poker hat viele Anhänger unter den Pokerspielern. Die Kartenreihenfolgen werden genauso wie bei Texas Hold’em oder Omaha gewertet, dennoch ist der Spielablauf grundlegend anders. Stud Poker wird meist in der Split-Limit Variante gespielt. Es gibt ein „Lower Limit“ und ein „Higher Limit“.

  1. Zunächst einmal zahlen alle Spieler vor Beginn eine Ante (Poker Glossar). Der genaue Betrag ist bei jedem Spiel anders.
  2. Nun werden jedem Spieler am Tisch drei Karten ausgeteilt. Diese Runde wird als „Third Street“ bezeichnet. Zwei der Karten sind verdeckt und die dritte wird offen ausgelegt. Der Spieler, der dabei die niedrigste Karte hat, muss einen sogenannten „Bring-In“ zahlen. Die Höhe dieses Betrags ist in der Regel festgelegt. Mindestens ist die Ante zu setzen und maximal das untere Split-Limit. Im Uhrzeigersinn erfolgt anschließend die Entscheidung der anderen Spieler am Tisch.
  3. Fourth Street: Nun bekommt jeder Spieler eine weitere Karte, die ebenfalls für alle am Tisch einsehbar ist. In dieser Runde beginnt nun der Spieler, der die höchste offene Kartenkombination besitzt. Bei diesem Durchlauf gibt es keinen Bring-In und der Spieler kann checken.
  4. Fifth Street & Sixth Street: In diesen beiden Runden wird jeweils eine weitere offene Karte an jeden Spieler ausgeteilt. Wieder beginnt der Spieler, der die höchste offene Kombination hat.
  5. Seventh Street: Die letzte und siebte Karte wird wiederum verdeckt ausgeteilt und es folgt noch eine letzte Setzrunde. Jeder Spieler hat nun drei verdeckte und vier offene Karten vor sich liegen.

Pro Setzrunde darf beim Seven Card Stud Poker maximal drei Mal erhöht werden. Sind nach der letzten setzrunde mindestens zwei Spieler in der Hand, folgt der Showdown. Die Spieler decken nach und nach ihre Karten auf. Aus den sieben Karten, die nun offen am Tisch liegen, wird die beste 5-Karten-Kombination zusammengestellt. Der Spieler mit der höchsten Kombination bekommt den Pot. Seven Card Stud Poker kann übrigens in der Hi/Lo Variante gespielt werden.

Beim Seven Card Stud Poker gibt es keine Gemeinschaftskarten. Die beste Kombination wird aus den sieben Karten gebildet, die jeder Spieler nach und nach bekommt. Drei der sieben Karten werden erst ganz zum Schluss aufgedeckt. So bleibt es für jeden einzelnen Spieler bis zum Schluss spannend.

Razz Poker – Das niedrigste Blatt gewinnt

Was den Ablauf angeht, so ähnelt Razz Poker sehr der Seven Card Stud Variante. Allerdings gewinnt nicht der Spieler mit der höchsten sondern der mit der niedrigsten Hand den Pot. Die Kombinationen Flush und Straight gibt es bei dieser Variante nicht. Zudem ist das As die kleinste Karte im Spiel. Die beste Kombination beim Razz Poker ist A, 2, 3, 4, 5. Drillinge und Paare werden gegen den Spieler gewertet. Konkret bedeutet das, dass K, Q, 7, 4, A besser ist als 6, 6, J, A, 9.

Ebenso wie bei Stud Poker gibt es eine Ante sowie fünf Setzrunden (Third Street bis Seventh Street). Wer bei der jeweiligen Runde beginnt entscheidet die höchste Karte (Third Street Runde) bzw. die niedrigsten Kartenkombinationen (alle weiteren Setzrunden).

Bei Razz Poker handelt es sich im Grunde genommen um eine Variante von Seven Card Stud Poker. Den Unterschied macht die Tatsache aus, dass nicht die höchste sondern die niedrigste Kartenkombination gewinnt.

HORSE & HOSE Poker – Mixed Games für viel Abwechslung

Bei HORSE- sowie bei HOSE-Poker handelt es sich nicht um eine Variante des Pokerspiels sondern um die Mixed-Games-Version des Kartenspiels. Beide Bezeichnungen stellen die Abkürzungen für die Spiele dar, die nacheinander und dann wieder von vorne gespielt werden:

  • H – Hold’em
  • O – Omaha
  • R – Razz Poker
  • S – Seven Card Stud Poker
  • E – Seven Card Eights or Better bzw. Hi/Lo

Beim HOSE Poker fehlt die Razz-Variante. Ob HORSE oder HOSE – die jeweiligen Poker-Arten werden nacheinander in bestimmten Abständen gespielt. Bei Turnieren können es Intervalle von 30 Minuten sein, die die Spieler mit einer Variante verbringen. Bein Cash Games wird die Variante oftmals dann gewechselt, wenn der Dealer Button eine vollständige Runde gewandert ist.

HORSE und HOSE bezeichnen Mixed-Games-Poker-Spiele. Vier oder fünf Spielvarianten werden nacheinander gespielt. Vor allem für erfahrene Spieler sind solche Games geeignet.

Badugi Poker – Spielvariante aus Asien

Bei dieser Variante des Pokerspiels gewinnt der Spieler mit der niedrigsten Kartenkombination. Die Kartenreihenfolgen sind hier gänzlich anders als bei den meisten anderen Pokervarianten. So haben beispielsweise die stärksten Blätter keine Paare sondern vier niedrige Karten mit verschiedenen Farben (Badugi).

Zu Beginn bekommen alle Spieler vier verdeckte Karten, Hole Cards, die nur sie sehen können. Daraufhin folgt eine Setzrunde. Die Spieler, die anschließend noch in der Hand verbleiben, haben die Möglichkeit, einige der vier Karten, oder alle vier, zu tauschen. Anschließend folgt noch eine Setzrunde. Nach der zweiten Setzrunde folgen noch zwei weitere Kartentausch- und Setzrunden. Sind anschließend noch mindestens zwei Spieler in der Hand, kommt es zum Showdown und zum Aufdecken der Karten.

Bei Badugi Poker gibt es keine Gemeinschaftskarten und die Spieler haben die Möglichkeit, die Karten in ihrer Hand drei Mal teilweise oder komplett auszutauschen. Die niedrigste Kartenkombination gewinnt hierbei.

Fazit: Poker als vielseitiges Kartenspiel

Eine der Besonderheiten des Pokerspiels ist die riesige Vielfalt an Möglichkeiten und Variationen. Sowohl bei der Limit-Kategorisierung als auch bei den einzelnen Spielvarianten ist für jeden Geschmack und jede Spielweise etwas dabei. Jede Variante hat eigene Besonderheiten und Merkmale. Nur durch Ausprobieren kannst du herausfinden, welche Spielvariante am besten zu deinen Vorlieben und Präferenzen passt.

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