So erkennst & spielst du gegen Maniacs

Nachdem wir uns schon ausgiebig mit den Pokergegnertypen den NITs, LAGs und TAGs befasst haben, stellen wir dir an der Stelle einen ganz speziellen Typ vor, auf den du immer wieder triffst. Die Rede ist vom Maniac. Und damit ist jetzt kein wahnsinniger Spieler im klassischen Sinne gemeint, sondern ein Spieler, der mit seiner verrückten Vorgehensweise so gut wie alles am Tisch auf den Kopf stellt. Strategie, mathematische Präzession oder Gegner-Analyse – der Maniacs spart sich all diese Faktoren mehr oder weniger und spielt eine Vielzahl Blätter, setzt wann es ihm Laune macht und nicht nach strategischer Vorgabe und sorgt mit vollkommen unsinnigen re-raises dafür, dass der Pot in exorbitante Höhe schnellt. Das stört den Maniacs nicht, denn er besitzt von Haus aus eine Vielzahl Chips und spielt in erster Linie aus Spaß. Verlorenes Geld jucken in nur selten und ist das Bankroll aufgebraucht, wird es einfach wieder aufgeladen. Maniacs sind keine Profis oder erfahrene Spieler, die mit Strategie zum Reichtum kommen wollen. Meist besitzt der Maniac nämlich schon ein kleines Vermögen und ist nicht auf die Einnahme im Poker angewiesen. Wir stellen dir an der Stelle mal ein paar wichtige Eigenschaften eines klassischen Maniacs vor und zeigen dir, wie du diesen besiegen kannst.

Maniac-Strategie – Wichtige Fakten:
  • Maniacs spielen oft nur zum Spaß

  • Sie spielen ein Vielzahl Hände

  • Ein Maniacs ist oft an exorbitanten Chipstapeln zu erkennen, die er vor sich herschiebt

  • Ein Maniac lässt keine Chance zum Raise oder Re-Raise aus

  • Bluffen ist eine der Haupt-Aktionen eine Maniacs am Tisch

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Wie erkennst du einen Maniacs am Tisch?

Einen Maniac erkennst du in der Regel an mehreren Punkten. Zum einen sitzt der Maniac meist mit einem großen Stapel Chips an einem Tisch. Ähnlich dem LAG spielt er eine Vielzahl Starthände, übertrifft diesen noch in der Range. Der Maniac nutzt so gut wie jede Situation zum Raise oder Re-Raise. Sprechen können wir in diesem Fall von einem klassischen Glücksspieler, der auf eine positive Wendung am Ende des Games hofft und sich darüber freut, wenn der Pot steigt. Gewinnt er am Ende, hat sich die Runde besonders gelohnt. Da der Maniac ebenfalls so viele Hände spielt und dann mit schlechter Hand pre-flop nicht auf einen Raise oder Re-Raise verzichtet, muss der Maniacs sehr häufig bluffen.

Wie spielt man gegen ein Maniac am Tisch?

Bevor wir jetzt mal gezielt auf ein paar Spielzüge und Tisch-Aktionen eingehen, stellen wir dir an der Stelle die sechs wichtigsten Regeln vor, die du beachten solltest, wenn du gegen den Maniac spielst. Jede dieser Regeln für sich betrachtet kann helfen, einen Maniac zu besiegen.

Die eigene Position ist entscheidend: Wenn du den Maniac am Tisch lokalisiert hast, dann setz dich möglichst links von ihm. Der Platz unmittelbar rechts neben ihm ist tabu. In einer early-position versucht du jetzt sehr tight zu spielen, sitzt du in einer späten Position, dann spielst du aggressiv oder tight-aggressive.

Nur mit einem wirklich guten Blatt wird der Maniacs dazu gebracht, den Pot aufzufüllen: Da er dies sowieso machen wird, sollte einem dies nicht zu schwer fallen. Voraussetzung: Eine extrem gute Hand, mit der du dir einen Showdown mit exorbitanten Pot zutrauen kannst.

Da der Maniac gar nicht anders kann, als mit einer Vielzahl von Bluffs zu spielen, machst du dir diesen Faktor zunutze: Bei einem tighten Game solltest du daher westlich häufiger checken, check-raisen und callen als normal. Der Maniac schätzt so deine Hand recht schwach ein und wird sich mit dem Bluff in den Showdown wagen.

Beim Maniac hilft es, diesen zu isolieren: Das heißt, in einem normalen Game bettest du übermäßig oft, seine Einsätze und Erhöhungen callst du runter.

Vorsicht: Keine Isolation des Maniacs mit Wild-Cards. Es macht wesentlich mehr Sinn, öfter Suite Connectors, Paare und Suited Ass-Kombis zu spielen. Ge-called wird nur, wenn die Odds wirklich dafür sprechen.

Und der wichtigste und gleichzeitig letzte Punkt: Es ist selten von Erfolg gekrönt, wenn du versuchst, den Maniac zu bluffen. Denn der Bluff ist dessen Standardwerkzeug. Wenn ein Spieler diesen perfekt beherrschen sollte, dann der Maniac.

Die Psychologie eines Maniacs

Der Maniac sorgt zwar mit seinem Vorgehen für eine chaotische Tisch-Dynamik, liefert einem erfahrenen Spieler gleichzeitig ordentliche Einnahmen. Daher solltest du neben der richtigen Strategie und Taktik verstehen, was beim Maniac in seinem Kopf vorgeht. Der Maniac selbst stuft sich nicht als Chaot ein. Er ist im Glauben, dass er den Tisch mit seinem Berg von Chips dominieren kann. Er hofft gleichzeitig auf ein leichtes Opfer, das er so manipulieren kann. Und genau hier setzt man jetzt an. Gib dem Maniac das Gefühl, dass er mit seinem aggressiven Spiel dich stark verunsichert. Mache dir den Druck, den der Maniac aufbaut, zum eigenen Vorteil. Sprich, bring ihn in eine Situation, in der er mit seinen Re-Raises den Pot zu exorbitanter Höhe anwachsen lässt, gleichzeitig mit einer miesen Hand in den Showdown geht. Selbst wenn der Maniac jetzt mal einen großen Pot verliert, wird ihn das nicht so sehr stören und er macht genau so weiter, wie zuvor.

Das heißt für dich, wieder geduldig auf die Lauer legen, Opfer spielen, gelegentlich einen Einsatz zahlen und dem Maniac weiterhin das Gefühl der Überlegenheit geben. Du solltest nach einem aufgegangenen Bluff oder einer Runde, in der du den Maniacs hast bluten lassen, tunlichst darauf verzichten, diesen jetzt im Chat auszulachen. Denn darauf reagiert der Maniac in der Regel so, dass er den Tisch einfach verlässt. Das willst du vermeiden, denn du hast dich ja auf ihn eingespielt und willst ihn um seine Chips zu erleichtern. Freu dich, wenn der Maniacs einmal mit schlechter Hand einen großen Pot gewinnt, anstatt zu tilten. Zum Tilten findest du im Ratgeber Tilt erkennen und ausbremsen weiterführende Infos. Jeder Gewinn des Maniacs führt dazu, dass dieser genauso weitermacht wie bisher. Nach ein paar Runden kommt dann deine große Chance, die Chips mit einem guten Blatt zurückzugewinnen.

Den Maniac vor dem Flop bekämpfen

Ein so aggressiver Spieler wie der Maniac, will das Spiel dominieren und kontrollieren. Was sie persönlich so gar nicht abhaben können, ist ge-re-raised zu werden und so die Kontrolle abzugeben. Die Vielzahl der gespielten Bluffs des Maniacs sorgt dafür, dass der Maniac in der Regel mit einer schwachen Hand spielt, auch wenn er so tut, als hielte er (wie jedes Mal) Asse oder Könige. Das heißt, wenn du pre-flop eine mehr als durchschnittliche Starthand erhältst, dann setzt du auf einen großen Re-Raise. In der Regel gehört dir der Pot spätestens jetzt. Dieses Vorgehen sorgt beim Maniac dafür, dass er hinschmeißt. Spielt er trotzdem, gewinnst du zu 80 Prozent gegen die schwachen Hände des Maniacs.

Maniacs scheuen den Kampf

Wie schon angesprochen, will der Maniacs am Tisch nicht kämpfen, er will von Anfang an die Dynamik und die Gegner dominieren. Sie machen sich die Schwächen der Gegner zu Nutze, in dem sie diese mit ihrem aggressiven Spiel noch mehr verunsichern. Das heißt, wenn du eine mehr als durchschnittliche Starthand hältst, dann versuchst du, das Spiel zu dominieren und den Maniac zu stressen, indem du jetzt extrem aggressiv gegen ihn vorgehst. Denn wie im letzten Absatz besprochen, gewinnst du mit großer Wahrscheinlichkeit den Showdown und durch einen Fold des Maniacs. Selbst wenn der Maniac ein aggressives Spiel an den Tag legt, kannst du ihn mit einem kleinen Hund vergleichen, der ständig jeden und alles anbellt. Reagiert dann ein anderer Hund und bellt zurück, wird es dem Maniac zu heiß und er zieht den Schwanz ein.

Stelle dem Maniac eine Falle

Hier kommt wieder das Slow-Playing ins Spiel. Wir schauen und dafür jetzt mal ein passendes Beispiel etwas genauer an. Du sitzt am Button und hältst zwei Asse als Starthand. Der Maniac wird dich jetzt erst mal mit seinen Standard-Raise aus früher Position in Höhe des fünffachen Big-Blinds erfreuen. Die anderen Spieler am Tisch steigen aus. Jetzt ist deine Stunde gekommen. Call den Maniac jetzt mit seinem Raise. Jetzt setzt beim Maniac eine erste Verunsicherung ein. Warum callst du? Wenn du eine gute Hand halten würdest, würdest du doch wieder raisen. Er denkt nicht daran, den Pot jetzt schon aufzugeben, schließlich hat er gerade 5 Big-Blinds in diesen investiert. Er setzt weiter auf Aggression am Flop und erhöht weiter. Jetzt callst du ihn wieder, oder machst ein Check-Raise, wenn du out of Position sitzt. Jetzt wäre der Maniac gut beraten, zu folden. In der Regel wird er das nicht machen und versuchen dich mit extrem aggressiven Spiel von seiner starken Hand zu überzeugen. Genau hier hin willst du den Maniac bringen. Lass ihn betten und calle jedes Mal weiter. Der immer weiter angestiegene Pot wird so definitiv dir gehören, wenn du den Maniac dann im Showdown mit deinen Assen schlägst und er seine schwache Starthand aufdecken wird.

Passives Spiel gegen einen Maniac endet meist „tragisch“

Auch wenn sich das aus dem bisher Gelesenen eigentlich von selbst ergibt, zu guter Letzt noch der Hinweis, dass es zu den schlimmste Fehlern gehört, auf ein passives Spiel gegen den Maniac zu setzen. Sollte sich klar abzeichnen, dass du dich am Flop mit einer weiteren XXL-Bet des Maniacs konfrontiert sehen wirst, dann sollest du auf einen schwachen Call vor dem Flop verzichten. Stattdessen setzt du in dem Fall auf einen großen Raise und übernimmst so die Kontrolle der Tisch-Dynamik. Außer natürlich, der Maniac hält gerade Premium-Hände. Nur Asse und Könige werden pre-flop langsam gespielt, wobei die Betonung mehr auf dem Ass als auf dem König liegt, am Turn oder River raist du und holst dann so noch mehr aus deiner guten Hand aus. Richtig gefährlich wird es ,wenn mehr als ein Maniac den Tisch unsicher machen. In dem Fall ist es manchmal einfach besser, sich einen anderen Tisch zu suchen.

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Häufig getsellte Fragen zu Maniacs

Warum ist die Maniac-Strategie langfristig nicht erfolgversprechend?

Das ist einfach erklärt. Der Maniac hat ein echt unausgewogenes Verhältnis von Gewinnen und Verlusten. In der Regel verliert der Maniac langfristig mehr als er gewinnt. Wenn es sich um einen Maniac handelt, der allein wegen des Spaßes am Spiel zockt, ist das kein Problem. Ihn stören Verluste nicht so sehr wie andere Spieler und er geht davon aus, dass er die Verluste irgendwann wieder reinspielt.

Ist ein Maniac immer ein schlechter Spieler?

Definitiv nicht. Sitzt du nur mit schlechten Spielern am Tisch, kann es sich lohnen, auf den Maniac-Zug aufzuspringen. Nur sobald du gegen einigermaßen erfahrenen Spieler zockst, ist es wichtig, vom Maniac auf eine andere Strategie umzusatteln, sonst erleidest du Schiffbruch.

Sollte ich mir Spielernotizen beim Maniac anlegen?

Definitiv. Das ist sogar zwingend erforderlich. Das Anlegen von Spielernotizen ist die Vorarbeit, die ein Spieler erledigen muss, um seine Gegner dominieren zu können. Im Ratgeber zu den Richtige Notes zu Gegnern anlegen haben wir dir alle wichtigen Infos zusammengestellt.

Wieso sollte ich den Maniac nicht mit schlechter Hand bluffen?

Weil der Maniac genau das Gleiche macht und du dich dann in einem teuren Showdown mit miesen Karten wiederfinden wirst. Der Maniac wird immer weiter erhöhen, du ziehst dabei mit deinem Bluff mit oder re-raist möglicherweise. Der Pot steigt ins unermessliche, den Maniac freuts und das Glück entscheidet.

Was, wenn der Mania zum TAG oder LAG wird?

Wechselt der Maniacs seine Strategie komplett und spielt eher wie ein LAG, wie ein NIT oder ein TAG, dann ist du jetzt eine Strategieanpassung gefragt. In den Ratgebern So erkennst & spielst du gegen TAGs, So erkennst & spielst du gegen NITs und So erkennst & spielst du gegen LAGs findest du alle wichtigen Infos zu den drei Spielertypen.

Fazit: Ein Maniac ist mehr als genug

Wenn du dich an einem Tisch mit einem Maniac wiederfindest, dann kannst du versuchen, dich auf diesen und dessen aggressives Vorgehen einzulassen. Damit ist gemeint, diesem das Gefühl zu geben, in dir ein Opfer gefunden zu haben. Er wird versuchen, sein aggressives Spiel gegen dich immer weiter auszureizen und nicht merken, wenn du jetzt mal eine mehr als durchschnittliche Hand hältst. Jetzt stellst du ihm eine Falle, indem du auf einmal anfängst, dessen Raises und Re-Raises mitzugehen. Ein guter Maniac foldet jetzt und überlässt dir den Pot. Ein durchschnittlicher Maniac wird verzweifelt immer weiter Raisen, obwohl er nur eine schlechte Hand bzw. gar keine für den Showdown besitzt. In dem Fall gewinnst du den Pot dann eben mit deiner durchschnittlichen Hand. Dein Bluff beim Maniac besteht nicht darin, ihn mit einer schlechten Hand zur Aufgabe zu bringen. Das wird sowieso nicht klappen, sondern du musst ihm vormachen, in dieser Runde eine schlechte Hand zu halten und dich ein weiteres Mal auf sein „Raise-Spiel“ einzulassen.

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