Tilt erkennen und ausbremsen (Stop-Loss-Limits): So geht’s

Einer der Hauptgründe, warum ein Spieler beim Poker Geld verliert, ist der sogenannte Tilt. Unter Tilt wird im Poker ein emotionaler Zustand verstanden. In der Regel handel es sich um einen aufgeregten Zustand, in dem du keine klaren Entscheidungen mehr treffen kannst. Was viele nicht wissen, zum Tilt kommt es viel häufiger, als du denkst und auf Dauer kannst du so eine ganze Menge Geld verlieren. Deshalb solltest du in jedem Spiel dein absolut Bestes geben und dich voll und ganz darauf konzentrieren. Oft kommt es zum Tilt, wenn ein Spieler sich nicht ausschließlich um sein A-Game kümmert. Es gibt viele andere Gründe, warum jemand nicht bei der Sache ist: Ablenkung (TV, Telefon, Chat, Partner), zu viele Tische (Multitabling), zu wenig Schlaf, ein falsches Limit oder mangelnde Konzentration. Egal aus welchem dieser Gründe es zum Tilt kommt, das Spielverhalten ist in jedem Fall gestört und du kannst nicht mehr dein bestmögliches geben. In der Folge machst du doofe Anfängerfehler und zahlst so zusätzliches Lehrgeld. Und hier kommt jetzt unser Ratgeber zum Thema Tilt erkennen und ausbremsen (Stop-Loss-Limits) ins Spiel.

Tilt erkennen und ausbremsen (Stop-Loss-Limits) – Wichtige Fakten:
  • Tilt steht für kopfloses handeln am Pokertisch

  • Tilt entsteht durch häufiges Verlieren oder Aggression anderer Spieler

  • Ein guter Pokerspieler hört auf, bevor er tilltet

  • Mit dem Stopp-Loss-Limit vor Tilt-verlusten absichern

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Gründe für Tilt & wie du ihn erkennst

Einige Gründe für das Tilten haben wir dir eben genannt. Abgesehen davon sind einige Spieler eher davon betroffen als andere. Regst du dich generell schnell auf und hast ein eher unausgeglichenes Gemüt, so wird das beim Pokern manchmal ebenso passieren und du lässt dich leichter aus der Ruhe bringen. Oft sind Chats beim Online-Poker ein Grund zu tilten, wenn du dich über andere Spieler aufregst und dich so nicht mehr ganz auf das Spiel konzentrierst. Wenn du nur deinen Tisch im Blick hast, kann es vorkommen, dass du nach der fünften Bad Beat im Folge tiltest und einfach nicht mehr ruhig bleiben kannst.

Bist du erst mal im Tilt-Modus, fängst du an, Fehler zu machen oder zu unfairen Mitteln zu greifen und weichst von deinem optimalen Spiel ab. Oft willst du es einem anderen Spieler heimzahlen und gehst mit einer schlechten Hand mit. Manche Spieler werden laut oder schmeißen mit Gegenständen um sich. Diese körperlichen oder verbalen Auffälligkeiten sind es nicht alleine, was jetzt als tilten bezeichnet wird, sondern jegliche Form des vom eigentlichen Spiel Abweichens auf Grund eines erregten Gemüts.

Um weniger Geld zu verlieren, wenn du mal wieder tiltest oder kurz davor bist, solltest du folgende Tipps und Tricks beherzigen.

Tipp 1: Tilt erkennen

Der erste wichtige Tipp das Tilten zu vermeiden, ist es zu erkennen. Beobachte dich genau und frage dich selbst, ob eines oder mehr der folgenden Anzeichen auf dich zutreffen:

  • Lautes fluchen
  • Auf den Tisch klopfen
  • Höherer Puls
  • Gefühl der Ohnmacht gegenüber dem RNG (Random Number Generator)
  • Hass auf einen bestimmten Gegner

 Tipp 2: Anti-Tilt Pause

Hast du erkannt, dass du tiltest? Dann solltest du unbedingt eine Pause einlegen und erst einmal aufhören zu pokern. Bist du gerade mit einem Cash Game beschäftigt, legst du ein Sit-Out ein. Das kann 3 Minuten, 3 Stunden oder 3 Tage dauern, so lange bis du denkst, du hast die Situation wieder im Griff. Sit-Outs sind bei Turnieren oder Sit’n’Gos leider nicht möglich. In diesem Fall beendest du die Partie und cancelst bevorstehende Spiele am besten. Sollte das nicht möglich sein, steh auf, geh ein paar Schritte, hole mehrmals tief Luft und versuche dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Tipp 3: Abreagieren

Die Pause solltest du dazu nutzen, dich zu beruhigen und abzureagieren. Wie kannst du das Erreichen? Hier tickt jeder Mensch anders, aber oft hilft es ein paar Minuten an die frische Luft zu gehen und den Kopf frei zu kriegen. Manchmal hilft es sich mit einer anderen Person auszutauschen. Das kann ein anderer Pokerspieler sein, evtl. auch in einem Poker-Forum, oder eine Person, die mit Poker nichts am Hut hat und dich mit einem ganz anderen Thema ablenken kann. Für längere Pausen eignet sich Sport gut. Was für dich am besten funktioniert, musst du herausfinden, teste am besten verschiedene Dinge. Alkohol oder Drogen scheiden in jedem Fall aus, dein Spiel und deine Konzentration würde darunter jetzt noch mehr leiden.

Tipp 4: Chat ausschalten und Tilt vermeiden

Der Chat ist ein Störfaktor, der leicht eliminiert werden kann. Schalte ihn einfach aus, du brauchst ihn in der Regel nicht und schon hast du einen Faktor weniger, der dich aufregen kann. Oft reicht nur ein Satz oder nur ein Wort eines anderen Spielers, um dich auf die Palme zu bringen. Vermeide einfach das Mitlesen und vor allem das Antworten, das ist es nicht wert. Gerade wenn du mehrere Tische gleichzeitig spielst, gibt es sowieso wichtigeres als den Chat zu verfolgen.

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Stop-Loss-Limits – Rettungsanker setzen

Ein Pokerspieler ist nicht einfach nur ein Spieler, genau genommen vereinigt der Pokerspieler zwei Funktionen. Das ist zum einen der Sportler bzw. der Spieler der sich immer wieder in Turnieren gegen andere Spieler misst. Dem gegenüber steht der Manager, der das Organisatorische übernimmt und dafür verantwortlich ist die Spieltechnik zu verbessern und weiterzuentwickeln. Er übernimmt den logischen Part, verwaltet die Finanzen und treibt den Spieler voran.

Pokerspieler sind nicht mit anderen Sportlern zu vergleichen, daher kommt es oft vor, dass sie sich selbst managen und keine zusätzliche Person dafür benötigen. Dafür bedarf es allerdings viel Geduld und Disziplin, sowie die wichtigste Eigenschaft in diesem Business, die Fähigkeit seine Finanzen im Blick zu behalten, das sogenannte Bankrollmanagement.

Was bringt das Bankrollmanagement? Damit setzt du deine Limits fest. Diese solltest du dir selbst so setzen, dass du auch einmal verlieren kannst, ohne allzu große Verluste zu machen. Setzte deine Limits so, dass du vorankommst, wenn du gewinnst. Der Schlüssel zu einem guten Bankrollmanagement ist seine Balance.

Genauso wichtig wie das Bankrollmanagement sind die Stop-Loss-Limits. Dieser Ausdruck stammt ursprünglich aus dem Wertpapier- und Devisenhandel. Er bezeichnet eine Marke, das Stop-Loss-Limit, unter der die Papiere zum Verkauf freigegeben werden.  Dieses Prinzip ist allen bekannt, die an der Börse spekulieren. Du kaufst Aktien in der Hoffnung auf einen steigenden Kurs. Er fällt jedoch und bevor du zu hohe Verluste machst, verkaufst du lieber schnell.

Das gleiche Prinzip gibt es im Poker. In diesem Fall bedeutet das Setzen eines Stop-Loss-Limits, dass das Spiel abgebrochen wird, sobald das Limit erreicht ist. Wann du deiner Meinung nach zu viel verloren hast, musst du selbst wissen. Ein Beispiel eines No-Limit-Spielers wäre, dass er aussteigt, sobald er drei Buy-ins verliert.

Was ist der Nutzen eines Stop-Loss-Limits?

Das Stop-Loss-Limit soll dafür sorgen, dass du in brenzligen Situationen aussteigen kannst und nicht noch mehr Verluste anhäufst. Gerade wenn du noch kein Profi bist, kann es zum Beispiel mal vorkommen, dass du etwas bei der Tischwahl übersiehst. Vielleicht befindet sich ein Profi am Tisch, du kommst mit einem bestimmten Spieler nicht klar oder mit der Reihenfolge der Spieler. Vielleicht ist der komplette Tisch nicht profitabel. In solch einem Fall ist ein Stop-Loss-Limit ideal, um von einem schlechten Tisch verschwinden zu können, ohne allzu hohe Verluste einzufahren.

Manchmal hast du einen guten Tisch erwischt, aber es läuft einfach nicht so wie erhofft. Du beherrscht zwar die Strategie-Ratgeber So erkennst & spielst du gegen Calling Stations, So erkennst & spielst du gegen LAGs, So erkennst & spielst du gegen TAGs, So erkennst & spielst du gegen Maniacs und So erkennst & spielst du gegen Nits zwar aus dem Stegreif, deine aktuellen Gegner wechseln aber ihre Strategie fast jede Runde. Draws kommen nicht an, made hands werden übertrumpft und langsam aber sicher bahnt sich ein Tilt an. Einen Tilt kannst du nicht einfach so unterdrücken, er bahnt sich an und überrumpelt einen, denn jeder ist in irgendeiner Weise anfällig dafür. In dieser Situation gibt es jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder du spielst einfach weiter, riskierst aber noch mehr Geld zu verlieren, denn das Tilten beeinträchtigt deine Entscheidungen gewaltig. Oder du hast ein Stop-Loss-Limit gesetzt und kannst jetzt erst mal eine Auszeit nehmen. Komm wieder runter, reg dich ab und vor allem verliere kein weiteres Geld.

Zusammengefasst bringt das Stop-Loss-Limit folgende Vorteile:

  • Begrenzung der negativen Einflüsse und Auswirkungen durch einen schlechten Tisch, zu gute Gegner, ihre Spielweise, oder eine unprofitable Konstellation.
  • Rechtzeitiges Aussteigen, bevor es zum Tilt kommt.

Das Stop-Loss-Limit nachziehen

Nicht immer muss ein Tisch schlecht für dich sein, oft hast du einen richtigen Lauf, häufst Gewinne an und fühlst dich überlegen. Trotzdem gilt in einem solchen Fall das schon Gesagte. Bei Gewinnen sollte ein Stop-Loss-Limit gesetzt bzw. nachgezogen werden.

Ein Beispiel: Ein No-Limit-Spieler hat sich sein Stop-Loss-Limit bei drei verlorenen Buy-ins gesetzt. Er will den Tisch verlassen, wenn dieser Fall eintritt. Allerdings beginnt das Spiel für ihn gut, er gewinnt vier Buy-ins. Jetzt müsste er sieben Buy-ins verlieren, um den Tisch zu verlassen. Einen erfahrenen Pokerspieler sollte sich allerdings nicht erst nach sieben verlorenen Buy-ins die Frage stellen, ob er den Tisch verlassen soll oder nicht und nach sieben verlorenen Buy-ins spielt selbst der beste Spieler nicht mehr ruhig und gelassen, er läuft immer mehr Gefahr ins Tilten zu geraten.

Selbst wenn du gewinnst und es gut läuft, zieh dein Stop-Loss-Limit nach. Setze dir eine bestimmte Grenze. Zum Beispiel: Wenn ich 150 $ verliere, war es das für heute, dann höre ich auf. Zuerst gewinnst du aber 100 $, dann solltest du das Stop-Loss-Limit anpassen und bereist bei 50 $ Verlust vom Tisch gehen.

Das Limit ziehst du nicht nach jedem kleinen Gewinn nach. Aber je höher die Gewinne, umso besser solltest du die Situation im Auge behalten und das Limit unbedingt nachziehen. Was passieren kann, wenn du es nicht tust, haben wir ja bereits in den vorherigen Abschnitten erläutert.

Wo sollte dein ideales Stop-Loss-Limit liegen?

Dein Stop-Loss solltest du nicht pro Tisch setzen, sondern immer für eine ganze Session. So kannst du einen schlechten Tisch erwischen, diesen verlassen und trotzdem an einem anderen Tisch weiterspielen, da dein Verlust an diesem einem Tisch in der Regel geringer ist als dein Stop-Loss-Limit. So sagen sich Profi-Spieler oft, sie verlassen einen Tisch nach zwei verlorenen Buy-ins, die ganze Session brechen sie aber erst nach neun verlorenen Buy-ins ab.

Um zu entscheiden, wie hoch du das Stop-Loss-Limit ansetzen solltest, denk an vergangene Spiele und überlege dir wie hoch deine Verluste bisher waren. Bei welchen Beträgen hättest du lieber aufgehört?

Die Erfahrung vieler Spieler hat gezeigt, sodass eine grobe Faustregel aufgestellt werden kann. Spielst du No-Limit oder Pot Limit, sollte das Stop-Loss-Limit bei drei verlorenen Buy-ins für einen Tisch und fünf verlorenen Buy-ins für die ganze Session liegen. Ausnahmen sind beim Multitabling oder Shortstack. Spielst du SNGs, dann solltest du nach acht verlorenen Buy-ins keine neuen Tische mehr eröffnen. Für Fixed Limit Spieler sollte das Stop-Loss-Limit bei 50 verlorenen Big Bets pro Tisch und 100 verlorenen Big Bets pro Session liegen.

Diese Zahlen sind eine Orientierungshilfe für dich, unterscheiden sich aber von Spieler zu Spieler geringfügig. Daher geht es nicht darum sich auf genau diese Zahlen zu versteifen, sondern ein Gefühl für das eigene Spielverhalten zu bekommen und sich daran zu gewöhnen, sich unbedingt ein Stop-Loss-Limit zu setzen und sich daran zu halten.

So kannst du es schaffen, dass dein Kontostand im positiven Bereich bleibt und zu große Verluste dich finanziell belasten. Das Tilten kann so verhindert oder zumindest in Grenzen gehalten werden, denn durch das Stop-Loss-Limit gönnt sich ein Spieler genug Auszeiten.

Fazit: Stop-Loss-Limit kann Tilt verhindern

Sobald das Pokerspielen mehr als nur ein Hobby wird, das du alleine des Spaßes wegen betreibst, und du ernsthaft vor hast, Erfolge und Gewinne zu verbuchen, musst du anfangen, dein eigener Manager zu sein. Jeder Pokerspieler wird unbewusst Dinge tun, die unvernünftig oder sogar dumm sind. Er sieht nur den Gewinn und will das Blatt um jeden Preis noch wenden, egal wie aussichtslos es ist. Der Manager aber sieht das Spiel aus einer anderen Perspektive. Für ihn steht im Vordergrund, dass am Ende des Monats positive Zahlen auf dem Konto stehen und immer das Beste aus allen Spielen herausgeholt wird. Und das bedeutet eben nicht verbissen dranzubleiben, sondern auch mal ein Spiel zu verlassen, eine Pause einzulegen und von vorne anzufangen. Daher wirst du dir selbst als dein Manager dazu raten, ein Stop-Loss-Limit zu setzen. Diese Zahlen solltest du nicht nur im Kopf haben, sondern am besten notieren und diesen Zettel direkt neben oder vor dich legen, an den Bildschirm kleben oder auf die Tastatur, einfach dahin, wo du ihn mit Sicherheit sehen wirst, so dass du dich daran erinnerst und die Einhaltung sicherst. Es ist nicht einfach, aber es wird dir in so manchen Situationen einige Verluste ersparen und auf Dauer mehr Geld auf dein Konto bringen.

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